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Mietkaution einbehalten

Zu Beginn eines Mietverhältnisses kann der Vermieter zur Sicherheit eine Mietkaution in Höhe von bis zu drei Monatskaltmieten vom Mieter verlangen. Nach Beendigung des Mietverhältnisses ist der Vermieter natürlich verpflichtet, die Kaution plus Zinsen an den Mieter zurückzahlen.

Die Rückzahlung der Mietkaution muss der Vermieter aber nicht sofort bei Erhalt des Kündigungsschreibens veranlassen, denn ihm stehen bestimmte Fristen bis zur Erstattung zu. Das heißt, der Vermieter kann die Mietkaution eine Zeit lang einbehalten.

Wie lange darf der Vermieter die Mietkaution einbehalten?

Grundsätzlich ist der Vermieter nach Übergabe der Wohnung in vereinbartem Zustand dazu angehalten, die Mietkaution baldmöglichst verzinst an den Mieter zurückzuzahlen. Allerdings muss dies nicht sofort nach der Wohnungsübergabe an den Vermieter geschehen, denn dem Vermieter wird eine Frist von bis zu 6 Monaten zugestanden, um die Mietsache hinsichtlich Mängel zu prüfen und über eventuelle Betriebskostennachforderungen abzurechnen.


Bestehen noch Mietrückstände oder sind in der gemieteten Wohnung Mängel durch unsachgemäßen Gebrauch entstanden, darf der Vermieter die Behebung dieser mit der Kaution bezahlen. Auch wenn die Abrechnung der Betriebskosten noch ansteht und mit einer Nachzahlung zu rechnen ist, darf die Mietkaution einbehalten werden.

Dabei kann die Frist von sechs Monaten unter Umständen sogar noch verlängert werden, wenn z. B. der Auszug im Mai stattfand und die Abrechnung erst im Januar erfolgt. Sie haben allerdings das Recht, eine anteilige Einbehaltung der Mietkaution zu fordern, d. h. wenn die Mietkaution bei Weitem die Summe der zu erwartenden Nachzahlungen übersteigt, darf der Vermieter bloß einen angemessenen Teil als Sicherheit einbehalten.

Der Vermieter zahlt die Mietkaution nicht zurück. Was kann man tun?

Manchmal enden Mietverhältnisse im Streit. Keinesfalls darf in einer solchen Situation die Mietkaution „abgewohnt“ werden, d. h., Mieter zahlen die letzten Monatsmieten nicht mehr, aus Angst, dass ihnen der Vermieter die Kaution nicht auszahlt.


Sollte sich der Vermieter allerdings trotz abgeschlossener Nebenkostenabrechnung und mängelfreier Wohnung weigern, die Mietkaution zurückzubezahlen, bleibt Ihnen nur das Mahnverfahren. Wenn auch dieses erfolglos ist, müssen Sie ihr Recht einklagen.



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138 Antworten auf "Mietkaution einbehalten"

    • Manuela
      20. September 2012 - 01:05 Antworten

      Hallo Herr Hundt,

      mein Partner und ich sind im Mai diesen Jahres in die Wohnung eines Verreinsheimes gezogen. Mein Partner hatte hier die Aufgaben als Hauswart und Bewirtung. Letzte Woche hat er nun die Kündigung für Arbeit und Wohnung hier bekommen,weil er angeblich die arbeiten wie Rasenmähen und sauber machen nicht richtig erledigt hätte.(es wurde vorher aber keine Abmahnung ausgesprochen) dazu kommt noch, das der Vermieter von ihm 600.- will, weil bei der Getränkeinventur ungereimtheiten entstanden sind. Leider wissen wir auch nicht, was mit dem Geld bzw.mit den Getränke die den Wert haben sollen passiert ist. Jetzt haben wir Angst, das der Vermieter die 600.- mit der Kaution verrechnet. Ich muss auch noch dazu sagen,das mein Partner für die Schubläden wo die Getränke aufbewahrt wahren, keinen Schlüßel bekommen hatte und somit für jeden (auch für Verreinsmitglieder) zugängig wahr.
      Ich hoffe Sie können mir hier helfen.

      • Dennis Hundt
        21. September 2012 - 08:18 Antworten

        Hallo Manuela,

        leider kann ich Ihnen bei Ihrer sehr speziellen Lage nicht viel schreiben. Ich würde empfehlen, dass Sie sich rechtlich beraten lassen.

        Viele Grüße

        Dennis Hundt

  • Karin Lohse
    2. Dezember 2011 - 13:12 Antworten

    Ich bin letztes Jahr umgezogen. Beim Auszug hab ich gefragt wo meine Kaution geblieben ist, der Herr von der Verwaltung sagte mir die ist weg. Aufgrund dessen habe ich eine Kopie des Mietvertrages an die Verwaltung weitergeleitet in dem die Zahlung bestätigt wurde (der Herr von der Verwaltung hatte seinerzeit keinen Quittungsblock dabei, hat aber mit seinem Namen und Betrag erhalten unterschrieben) Jetzt bekomme ich ständig Mahnungen bzgl. der Nebenkostenabrechnung aber auf meine Anfragen hin (inzwischen 4x entweder per Fax… mit Sendebestätigung oder per Einschreiben-Rückschein) wird weder auf meine Frage der Mietkaution noch auf meine anderen Fragen bzgl. der Abrechnung eingegangen. Jetzt soll ich sogar innerhalb von einer Woche bezahlen einschließlich Mahngebühren. Was ist wenn ich hier Anzeige erstatte wegen Unterschlagung. Hab ich hier gute Aussichten auf Erfolg? Muss ich dann sämtliche Anwaltskosten bezahlen obwohl ich nachweislich mehr den Verbleib meine Kaution angefragt habe. Der Mieterschutzverein war mir bisher auch keine große Hilfe. Bei den Abrechnungen sagte er immer alles ok obwohl die Abrechnungen offensichtlich nicht ok waren. In 2 Jahren habe ich laut Abrechnung immer den gleichen Wasserverbrauch gehabt obwohl die Einzelbelege andere Zahlen auswiesen. Langsam bin ich ein Nervenbündel und fühle mich total hilflos (Trotz Mieterschutzverein).

    • Dennis Hundt
      2. Dezember 2011 - 13:38 Antworten

      Hallo Frau Lohse,

      danke für den ausführlichen Kommentar. Sie sollten grundsätzlich zwei Sachen unterscheiden:

      A: Die Rückzahlung der Kaution
      B: Die Forderung aus der Nebenkostenabrechnung

      zu A: Der Vermieter kann einen Teil der Kaution bis zu Abrechnung des Nebenkosten zurückhalten. Sie sind 2010 ausgezogen, der Vermieter hat jetzt abgerechnet. Für den Fall, dass es zu einer Nachforderung kommt, hat der Vermieter die Kaution einbehalten. Soweit ist das OK. Wenn Sie jetzt die Nachzahlung bezahlen, sollte der Vermieter die Kaution zurückzahlen. Soweit die Theorie.

      Allerdings hat Ihr Vermieter (Ihre Hausverwaltung) die Kaution nicht mehr. Das ist natürlich höchst merkwürdig. Hier sollten Sie darauf drängen, zu klären, wo die Kaution geblieben ist und die Rückzahlung fordern. Wenn Ihre Hausverwaltung auf Faxe und Einschreiben nicht reagiert, bleibt Ihnen wohl nur die Möglichkeit einen Anwalt einzuschalten.

      zu B: Wenn Sie die Abrechnung durch einen Mieterverein haben prüfen lassen, würde ich erst einmal davon ausgehen, dass die Nebenkostenabrechnung auch korrekt ist und die Forderung durch die Verwaltung rechtmäßig ist.

      Im Grunde handelt es sich um zwei getrennte Bereiche. Sie möchten die Nachzahlung aber verständlicher Weise nicht begleichen, ohne die Gewissheit zu haben, Ihre Kaution zurück zu erhalten.

      Ob Sie Anzeige erstatten können, wer die Anwaltskosten übernimmt und wie die Chancen auf Erfolg stehen kann ich Ihnen leider nicht sagen. Ich würde Sie hier an einen Anwalt verweisen (Fachgebiet Mietrecht). In einem ersten Beratungsgespräch kann ein Rechtsanwalt sicher die Lage für Sie einschätzen.

      Frau Lohse, ich hoffe ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen.

      Beste Grüße

      Dennis Hundt

  • Kai
    21. Dezember 2011 - 19:30 Antworten

    Hallo,
    Ich bin Ende März 2011 aus meiner Wohnung ausgezogen.Diese war circa 80qm groß und ich habe für Heizung und Wasser für 3 Personen 170 Euro Nebenkosten gezahlt. Ich wohnte dort seit dem 10.10.2010. Also relativ kurz. Da wir alle (Bewohner) Studenten sind, waren wir über das Wochenende meist zuhause. Sowie 2 Wochen über Weihnachten und ab Anfang Februar bis Mitte März (Semesterferien). In dieser Zeit waren die Heizungen natürlich aus. (Von fünf Monaten waren wir circa 2 Monate nicht in dieser Wohnung). Dies wusste auch die Vermieterin.
    Wir zahlten 880 Euro Mietkaution und bekamen am Ende des Mietverhältnisses 440 Euro wieder. Als Grund gab die Vermieterin an, das sie ja noch keine Nebenkostenabrechnung gemacht habe. Da wir uns jetzt Ende des Jahres 2011 befinden hatten wir die Vermieterin nochmals angeschrieben, worauf sie uns einen Betrag von 15 Euro für die 2 Monate 2010 zurück erstattet hat. Leider bekamen wir nur einen Scheck aber keinen Nachweis wie sich die 15 Euro berechnen. Ebenso bekamen wir keinen Cent von unserer Kaution.
    Müssen wir jetzt etwa noch warten bis die Vermieterin die Jahresendabrechnung von 2011 macht? (Das könnte sie ja bis zum Dezember 2012 hinauszögern)
    Muss die Vermieterin uns die Nebenkosten aufschlüsseln?
    Was können wir tun ?
    Mit freundlichen Grüßen, Kai

    • Dennis Hundt
      21. Dezember 2011 - 19:57 Antworten

      Hallo Kai,

      danke für Ihren Kommentar. Natürlich muss die Vermieterin Ihnen aufschlüsseln, wie sich die Rückzahlung aus den Nebenkosten für 2010 zusammensetzt. Sie muss bis Ende 2011 eine Nebenkostenabrechnung erstellen.

      Sie haben den Kern schon erkannt, die Vermieterin hat im Zweifel bis Ende 2012 Zeit, die Abrechnung für 2011 zu erstellen. Die zurückgehaltene halbe Kaution will Sie erst nach der Abrechnung auszahlen. Hier stimmt die Rechtsprechung auch grundsätzlich zu. Aber es darf nur ein angemessener Teil der Kaution für mögliche Forderungen aus der Nebenkostenabrechnung zurückbehalten werden (BGH, 18.01.2006 – VIII ZR 71/05).

      Das Amtsgericht Hamburg entschied, dass hier 3 bis 4 Vorauszahlungsbeträge in Ordnung wären (AG Hamburg WM 97,213). Allerdings reden wir bei Ihnen über eine Mietzeit von nur drei Monaten (Januar – März 2011). Daher ist davon auszugehen, dass die Höhe der zurückgehaltenen Kaution in Ihrem Fall bei weitem zu hoch ist.

      Ich würde die Vermieterin mit den Urteilen konfrontieren und um die weitere Auszahlung der Kaution bitten. Wie hoch der angemessene Teil ist, der zurückbehalten werden kann, ist stets eine Einzelfallentscheidung.

      Ich denke ich konnte helfen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Jona
    22. Dezember 2011 - 14:43 Antworten

    Guten Tag Herr Hundt,
    vielleicht können Sie kurz schildern, wie die rechtliche Lage ist, wenn es um „Spätfolgen“ der Bewohnung geht. Im konkreten Fall war in unserer Wohnung Schimmel aufgetreten (wie auch in mehreren anderen Wohnungen des Gebäudes). Wir wurden aufgefordert, die betroffenen Flächen gegen Schimmel zu behandeln und neu zu tapezieren – für uns eine unzureichende Symptombehandlung statt Ursachenbeseitigung. Der Schimmel war trotz dauerhaft kontrollierter normaler Luftdeuchte und Temperatur aufgetreten. Plötzlich soll nun unsere Kaution einbehalten werden, falls über den Winter wieder Schimmel auftreten sollte. Das wäre dann unserer mangelhaften Schimmelbeseitigung zuzurechnen. Wir haben wie vereinbart und gefordert den Schimmel beseitigt. Dass der wieder kommen kann und evtl auch bei unseren Vormietern schon da war, ist ja müßig zu diskutieren.
    Freundliche Grüße und frohe Festtage,
    Jona

    • Dennis Hundt
      22. Dezember 2011 - 14:54 Antworten

      Hallo Jona,
      danke für den Kommentar. Grundsätzlich haben Sie als Mieterin mit der Beseitigung von baulich bedingten Schimmel in der Wohnung gar nichts zu tun. Nach § 535 BGB muss der Vermieter die Wohnung in einem „zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand“ erhalten.

      Wenn Sie als Mieterin tatsächlich keinen Einfluss auf die Schimmelbildung haben, ist die (Androhung der) Einbehaltung der Kaution natürlich nicht rechtens. Vielmehr muss der Vermieter sich um die nachhaltige Beseitigung kümmern und muss selbstverständlich auch die Kosten für die Instandhaltungsmaßnahmen tragen.

      Am Ende ist – wie so oft in solchen Fällen – entscheidend, wer für den Schimmel verantwortlich ist. Wenn der Vermieter sich nicht kooperativ zeigt, wird es für Sie schwer ohne Gutachter die vermieterseitige Verursachung des Schimmels nachzuweisen.

      Ich hoffe ich konnte helfen.

      Viele Grüße und schöne Festtage

      Dennis Hundt

    • maria fahlbusch
      1. Februar 2012 - 14:37 Antworten

      Sehr geehrter Herr Hundt,

      ich habe einen Platz in einer Ateliergemeinschaft als Untermieter für 5 Monate gemietet. Diese Miete war eine Warmmiete – inklusive Strom, Wasser, Müll und WLAN. Meine Kaution war eine Monatsmiete von 370 Euro. Als ich fristgerecht auszog, hinterließ ich den Platz sauber, ohne Schäden und ohne Mietrückstände.
      Laut Vertrag heißt es, die Kaution wird bis spätestens 2 Monate nach Auszug erstattet. Mir wurden von 370 Euro bisher 170 Euro erstattet, mit der Begründung der Rest würde einbehalten bis die Betriebsnebenkostenabrechnung für das Jahr 2011 gemacht sei, was aber „bald“ sein würde. Auf die Frage, wann das sein würde, keine Antwort, E-mails werden ignoriert, meine Anrufe nach Info dessen aufgelegt.
      Ich habe mich bei der Hausverwaltung und Hauptmieter erkundigt, wann diese Nebenkostenabrechnung käme, mir wurde gesagt am Ende 2012 – also ca. ein Jahr nach meinem Auszug.
      1. Frage: da ich den Platz warm – alles inklusive – gemietet habe, ist es rechtens mich mit der Nebenkostenabrechnung des gesamten Jahres zu belangen?
      2. Frage: ich habe in 12 Monaten nur 5 dort gearbeitet, war aus den 5 allerdings effektiv nur 3 da. Das gesamte Atelier wurde von 8 Leuten benutzt. In der Zeit wurde so gut wie nie geheizt, noch gekocht, WLAN funktionierte so gut wie nur noch die letzten 4 Wochen. Ist es angemessen, dass von meinem Anteil der monatlichen Miete von 370 Euro, 200 Euro einbehalten werden, oder wie viel Prozent – wenn überhaupt, meiner Kaution kann überhaupt einbehalten werden für eine mögliche Nachzahlung, und wie lange?
      3. Frage: Wie hoch ist ein Zinssatz für die angelegte Kaution? ich habe eine Kaution für 5 Monate hinterlegt, und immer noch nicht zurückerhalten.

      Vielen Dank, ich schätze eine Antwort!

      B.M. Fahlbusch

      • Dennis Hundt
        1. Februar 2012 - 14:58 Antworten

        Hallo Frau Fahlbusch,

        danke für Ihren ausführlichen Kommentar. Offensichtlich handelt es sich bei Ihrem Vertrag um einen Gewerbemietvertrag. Hier hat der Vermieter mehr Rechte als im Wohnraummietrecht – das nur vorweg.

        Sie haben eine Warmmieter bezahlt, gut, die Frage ist aber: War es einen Warmmiete inkl. Vorauszahlungen für die Nebenkosten oder eine pauschale Warmmiete (Pauschalmiete). Bei der Pauschalmiete wird nicht über die Nebenkosten abgerechnet.

        Haben Sie allerdings Vorauszahlungen geleistet, verhält sich Ihre Vermieter (Hauptmieter) absolut richtig. Er muss abwarten bis die Hausverwaltung abgerechnet hat. Die Verwaltung hat dafür bis Ende 2012 Zeit. Nach der Abrechnung muss geschaut werden, ob es zu Nachzahlungen oder Guthaben kommt. Erst dann wird Ihre restliche Kaution zurück gezahlt.

        Schauen Sie also in Ihren Mietvertrag, ob es sich um eine Pauschalmiete handelt oder um eine Kaltmiete + Vorauszahlungen = Warmmiete.

        Zu Ihrer zweiten Frage: Ich denke mit 200 Euro liegt der Hauptmieter richtig. Das sollte von der Größenordnung her passen.

        Dritte Frage: Alles Infos zu Verzinsung der Mietkaution finden Sie hier.

        Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

        Beste Grüße

        Dennis Hundt

    • maria fahlbusch
      1. Februar 2012 - 14:39 Antworten

      Sehr geehrter Herr Hundt,

      wie hoch ist ein Zinssatz fuer die Anlegung einer Kaution? ich habe eine Kaution fuer 5 Monate hinterlegt, und immer noch nicht zurueckerhalten.

      Vielen Dank,

      B.M. Fahlbusch

  • Stefanie Müller
    26. Dezember 2011 - 18:58 Antworten

    Hallo,

    wir sind im Februar 2011 in diese Wohnung gezogen. Im August 2011 haben wir ungeplant ein Haus gekauft. Wo wir dann im Januar 2012 umziehen werden. In der Kündigung habe ich geschrieben, das ich dann zum Ablauf bitte die Mietkaution zurück hätte. Darauf teilte man mir mit „Bezüglich der Mietsicherheit teilen wir Ihnen mit, dass gem. ständiger Rechtsprechung der Vermieter einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten nach Beendigung des Mietverhältnisses Zeit hat, die Mietsicherheit abzurechnen. Dies vor allem im Hinblick auf die Heiz- und Nebenkostenabrechnung 2011 sowie bis zum 31.01.2012! Ok, so weit habe ich verstanden das ein Vermieter die Kaution bis zu 6 Monaten einbehalten darf.
    Doch jetzt fangen die Probleme erst richtig an. Die Wohnungen hat bei kaltem Wetter richtig klatschnasse Fenster. Es hat sich auch Schimmel im Schlafzimmer gebildet. Jede Heizung steht auf 5 um überhaupt eine geringe Wärme in der Wohnung zu haben. Das Haus ist ziemlich alt und nicht isoliert. Der Vermieter drohte uns wir würden nicht richtig lüften. Wir lüften jeden Tag mehrmals. Und wir haben ein kleines Kind von 9 Monaten wo mir schon sehr am Herzen liegt das es ordentlich Luft gibt aber auch Wärme.
    Jetzt sagte man uns am Telefon, wir zahlen zwar schon 250 Euro an Nebenkosten, aber man rechne damit das wir eh noch eine größere Summe nach zahlen müssen, deswegen würde das Geld eh einbehalten werden.
    Dürfen die das wirklich? Was haben wir für Möglichkeiten?

    Liebe Grüße Steffi

    • Dennis Hundt
      27. Dezember 2011 - 11:46 Antworten

      Hallo Frau Müller,
      danke für Ihren Kommentar. Sie haben Recht, der Vermieter hat bis zu sechs Monate Zeit, die Kaution zurück zu zahlen / abzurechnen. Auch kann er einen (Achtung!) angemessenen Teil der Kaution auch bis zur Abrechnung der Nebenkosten zurückhalten. Gerichte halten 3 bis 4 Monatsvorauszahlungen für angemessen.

      Das das Haus alt und nicht saniert ist, wussten Sie vermutlich schon beim Einzug. Die Mängel in der Wohnung haben leider nicht direkt mit der Kaution zu tun. Sie haben diese offensichtlich beim Vermieter angezeigt – allerdings ohne konkretes Ergebnis. Im Grunde hätte man hier herausfinden müssen, ob der Schimmel baulich bedingt ist (im Zweifel durch einen Gutachter). Wenn dem so ist, hätten Sie die Miete mindern können. Gleiches gilt für die mangelhafte Heizleistung. Leider fürchte ich, dass es jetzt bereits zu spät ist, die Miete zu mindern. Sie schrieben ja, dass Sie im Januar umziehen werden.

      Kurz und knapp: Kommt es am Ende zu einer Nachzahlung aus den Nebenkosten, darf der Vermieter den einbehaltenen, angemessenen Teil durchaus behalten – nachdem er abgerechnet hat und Sie die Nachzahlung verweigern.

      Ich weiß, dass sind alles keine allzu guten Nachrichten, aber so würde ich die Lage einschätzen.

      Beste Grüße

      Dennis Hundt

  • Dirk
    5. Januar 2012 - 15:31 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    im letzten Jahr habe ich meine Wohnung fristgerecht zum 30.06.2011 gekündigt. Die Wohnungsabnahme verlief problemlos, sodass der Vermieter meiner Frau und mir sagte dass alles in Ordnung sei und nur noch die Nebenkostenabrechnung anstehe, dies aber Zeit brauche.

    Im Juli kam es dann zu einer ersten Kontaktaufnahme des „alten“ Vermieters, wo er nach dem Untertischgerät fragte, welches in der Küche stehen sollte. Ich hatte das Gerät nie angeschlossen es im Heizungskeller deponiert. Dort war es aber laut Vermieter nicht mehr. OK, dachte ich mir und meldete den vermutlichen Diebstahl meiner Hausratversicherung, welche auch umgehend das Gerät erstattete.

    Im Dezember dann erhielt ich ein Schreiben mit einer Kostenaufstellung bei der nicht nur die Kaution ob diverser „Schäden“, die Nebenkostenabrechnung verrechnet und einbehalten wurde, nein es blieb auch noch ein Überschuss von ca. 190,-€ die ich auch noch zahlen soll!

    Es sei dazu gesagt dass die Wohnung zum 01.08.2011 weiter vermietet wurde und meines Wissens der Nachmieter schon im Juli Zugang zur Wohnung hatte.

    Jetzt im Detail zu den „Schäden“. Die Wohnungseingangstüre wurde ausgetauscht, eine Fensterbank ebenso und ein Heizkörper instand gesetzt. Des weiteren soll noch eine Türzarge erneuert werden wo ein Pauschalbetrag von 200,-€ angesetzt wurde. Ebenso wird mir eine Schimmelbeseitigung aus Februar 2011 in Rechnung gestellt, welche ich seiner Zeit schon verweigert habe, da es nicht unser Verschulden war. Wir waren im Februar im Winterurlaub und haben es gestattet dass ein Handwerker in dieser Zeit das 2. Badezimmer neu fliest. Da diesen eine Notdurft plagte, ging er ins obere Bad um sich dort zu erleichtern. Dabei hatte er wohl die Toilette mit der verschlossenen Duschkabine verwechselt denn er schaute dort hinein und sah wohl einen Schimmelbefall an der Duschtasse. Dazu sei noch erwähnt, dass der Vermieter zu 90% die Reparaturen selber durchgeführt hat, wie auch den Ausbau des Dachgeschosses, da einer der beiden (=Erbengemeinschaft) diese Wohnung selber vor uns bewohnt hatte. Wie dem auch sei, gab es vor ca. 2,5 – 3 Jahren im oberen Bad aufgrund mangelhafter Isolierung das Problem, dass es im unteren Bad von der Decke tropfte, wenn man oben duschte. Der Vermieter wurde informiert und er verlegte dann im oberen Bad, rund um die Duschtasse Granitplatten. Unter diesen Platten entstand dann wohl das Schimmelproblem, welches auch auf den Fotos des Vermieters deutlich zu sehen war, dass der Befall unter den Platten deutlich mehr war, als an der oberen „Verfugung“.

    Das ungewöhnliche an den ganzen Rechnungen ist, dass 2 davon Ende September 2011 geschrieben wurden, von 2 unterschiedlichen Firmen. Eine ist auf Mitte August datiert und eine auf Anfang/Mitte Juli 2011.

    Ich schwöre, dass bei unserem Auszug weder ein Heizkörper defekt war, noch Schäden an Fensterbänken oder Türen vorhanden waren. Die Wohnungseingangstüre war in Ordnung und abschließbar.

    Als besonderes Leckerli möchte der Vermieter jetzt auch noch die Handtuchhalter, Toilettenpapierrollen-/Bürsten-Halter usw. ebenfalls erstattet haben, obwohl wir diese seinem Bruder (=ehemals unser Vormieter) beim Einzug abgekauft hatten. Leider wurde dies damals mündlich ausgehandelt und bar gezahlt, somit ist es schwierig für uns, dies zu beweisen.

    Aus meinem Rechtsverständnis würde ich alle Forderungen als ungerechtfertigt ansehen und hoffe dass ich hier vorerst Bestätigung finde, bevor ich einen Rechtsanwalt oder Mieterschutzbund einschalte.

    Danke schon mal und ich hoffe, dass es trotz des Umfangs noch recht übersichtlich geblieben ist.

    Liebe Grüße
    Dirk

    • Dennis Hundt
      5. Januar 2012 - 16:17 Antworten

      Hallo Dirk,

      ein super Kommentar, vielen Dank dafür.

      Ich würde das Übel an der Wurzel anpacken: Bei der Abnahme. Wie ich Sie verstanden habe, waren Sie bei der Abnahme zu zweit, der Vermieter allein. Dieses Urteil hier (KG Berlin, Urteil vom 13.2.2003 – 8 U 371/01), sagt aus, dass eine Abnahme ohne Protokoll, in der sich der Vermieter keine Ansprüche wegen bestimmter erkennbarer Mängel vorbehält, dazu führt, dass der Vermieter später nicht auf irgendwelche (weitere) Mängel berufen kann. Und jetzt kommt ein wichtiger Punkt für Ihren Fall: Er kann selbst dann keine Mängel mehr geltend machen, wenn Sie schon Schriftverkehr wegen dieser Mängel hatten (Schimmel im Bad zum Beispiel).

      Ich vermute also stark, dass Sie Ihr Mietkaution wieder zurückbekommen, weil sich die Anschuldigungen des Vermieter als haltlos erweisen werden. Rückzahlung ja, die Frage ist halt nur, mit welchem Aufwand.

      Ich habe mich nicht tief in das Urteil eingelesen, ich empfehle Ihnen das zu tun. Ich habe nur versucht, die Eckdaten wieder zugeben. Wenn Sie den Kontakt zu einem Anwalt suchen, kann ich gerne eine Empfehlung aussprechen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Dirk
        5. Januar 2012 - 17:36 Antworten

        Hallo Herr Hundt,

        vielen Dank für die schnelle Antwort.

        Bei der Wohnungsabnahme waren der Vermieter und sein Bruder (=Grundstücksgemeinschaft) sowie meine Frau und ich anwesend. Einer der beiden hat tatsächlich aber gesagt, daß lediglich die noch ausstehende Betriebskostenabrechnung anstehe und wir solange warten sollen, da wir bisher immer nachzahlen mussten. Ansonsten war alles OK.

        Lieben Gruß
        Dirk

        • Dennis Hundt
          5. Januar 2012 - 17:42 Antworten

          Hallo Dirk,

          wenn ich Vermieter bin und eine Reihe von Mängeln geltend machen will, dann mache ich logischerweise ein schriftliches Protokoll. Von daher denke ich, dass Ihre Chancen hier nicht schlecht stehen. Ich vermute, hier wird Ihnen jeder Richter zustimmen. Wahrscheinlich wird ein einfaches Schreiben eines Anwalts schon erfolgversprechend sein und zur Kautionsrückzahlung führen.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

  • Theresia B
    8. Januar 2012 - 23:41 Antworten

    Mir und meinem Freund ist zum 1.1.2012 die Wohnung gekündigt wurden.
    Wie ist es in diesem Fall mit Kautionsrückzahlung. Hat auch in diesem Fall der Verwalter das Recht die Mietkaution bis zu 6 Monate einzuhalten?
    Und wie ist es mit der Nebenkostenabrechnung: darf ich zum 31.03. erwarten, dass die Nebenkostenabrechnung vom letzten Jahr vorliegt?

    Was kann ich erwarten?
    Liebe Grüße
    Theresia

    • Dennis Hundt
      8. Januar 2012 - 23:46 Antworten

      Hallo Theresia,

      danke für die Frage. Ja, der Vermieter hat auch in Ihrem Fall eine angemessene Zeit die Kaution zurück zu zahlen, sechs Monate sind üblich. Sofern Ihr Vermieter nach dem Kalenderjahr abrechnet, hat er bis zum 31.12.2012 Zeit die Abrechnung für 2011 zu erstellen. Bis zur Abrechnung darf er übrigens auch einen kleineren Teil der Kaution einbehalten (über die sechs Monate hinaus, für eine eventuelle Nachzahlung).

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • nicole
    17. Januar 2012 - 20:00 Antworten

    Hallo,
    ich und mein Freund sind Ende Oktober 2011 fristgerecht aus unserer alten Wohnung ausgezogen. Nun will der Vermieter uns die Kaution nicht zurück zahlen. Wir haben ein Übergabeprotokoll gemacht – Schäden in der Wohnung waren: eine defekte Tür (das ist uns beim Einzug passiert) und eine 2 cm Abplatzung an der Toilette. Zu der Toilette sagte uns der Vermieter, dass er das ganze WC auswechseln lassen wird. Nun ist aber so, dass seit 01.01.2012 ein neuer Mieter in der Wohnung lebt. Unser Vermieter meinte, er warte noch auf die Kostenvoranschläge des Schreiners für die Tür. Das heißt, es wurden noch nicht mal die Mängel behoben. Darf er dennoch die Maution einbehalten? Und darf er die komplette Toilette auswechseln? Ach ja die Betriebskostenabrechnung haben wir schon erhalten, hier dort hatten wir ein Plus.

    • Dennis Hundt
      17. Januar 2012 - 21:29 Antworten

      Hallo Nicole,

      Ihr Vermieter hat bis zu sechs Monate Zeit Ihnen die Mietkaution zurück zu zahlen – das ist also durchaus rechtens. Die Schäden an der Tür und am Toilettenbecken werden Sie bezahlen müssen. Meiner Meinung nach darf der Vermieter die Beträge durchaus von der Mietkaution einbehalten. Da man die Toilette wohl nicht reparieren kann, wird an einem Austausch kein Weg vorbei führen. Ich denke, das ist auch in Ordnung.

      Ich würde sagen, Ihr Vermieter hat noch bis Ende April (6 Monate nach Ihrem Auszug) Zeit die Schäden zu beheben und über die Mietkaution abzurechnen.

      Beste Grüße

      Dennis Hundt

  • Dominik
    18. Januar 2012 - 20:25 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    ich bin letztes Jahr im März aus meiner alten Wohnung ausgezogen, damals hat mein Vermieter einen Teil der Mietkaution einbehalten. Als Grund nannte er die Betriebskostenabrechnung für 5 Quartale(so lang habe ich dort gewohnt, aber eher 1 Jahr und 3 Monate). Jetzt habe ich die Betriebskostenabrechnung für 2010 bekommen und der einbehaltene Betrag bzw. der Betrag für demnach 4 Quartale taucht dort leider nicht auf. Ich habe den Vermieter dann darauf hingewiesen, da ich nachzahlen soll, er ja aber trotzdem den einbehaltenen Betrag noch hat. Er sagte es wäre für die Betriebskostenabrechnung 2011, da habe ich ja aber nur 3 Monate gewohnt. Darf er das? Bzw. muss ich etwas nachzahlen obwohl er noch einen Betrag der Mietkaution hat?

    • Dennis Hundt
      18. Januar 2012 - 21:14 Antworten

      Hallo Dominik,

      danke für Ihren Kommentar. Ich gehe davon aus, dass Sie die Abrechnung für das Kalenderjahr 2010 noch in letzten Jahr erhalten haben. Wenn der Vermieter sich nicht an die Abrechnungsfrist von 12 Monate hält, bzw. diese überschreitet, kann er keine Nachforderung mehr geltend machen. Soviel erst mal dazu.

      Das Ihr Vermieter einen Teil der Kaution wegen einer drohenden Nachzahlung einbehalten hat ist grundsätzlich in Ordnung. Auch hat einen Nachzahlung nichts mit der Kaution zu tun. Das heisst, Sie leisten die Nachzahlung und ihr Vermieter erstattet Ihnen die Kaution zurück. Zwei Zahlungsvorgänge, zwei verschiedene paar Schuhe. Eine Verrechnung ist in beiderseitigem Einverständnis aber sicherlich auch möglich.

      Ihr Vermieter hat jetzt noch bis Ende 2012 Zeit die Abrechnung für die drei Monate Mietzeit in 2011 zu erstellen. Auch hierfür kann er noch einen Teil der Kaution zurückbehalten. Wegen einer drohenden Nachzahlung. Dieser Teil muss aber angemessen sein. Vielleicht ein Viertel der bis heute einbehaltenen Kaution. Denn über den größten Teil der Quartale haben Sie ja schon abgerechnet (4 von 5).

      Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen.

      Beste Grüße

      Dennis Hundt

      PS: Einen umfassenden Artikel und sehr viele Fragen und Antworten finden Sie auch unter: Verjährungsfrist Nebenkostenabrechnung.

  • Jürgen
    26. Januar 2012 - 11:24 Antworten

    Hallo Dennis,

    auch uns plagt eine Verweigerung der Kautionsrückzahlung auf besondere Weise: meine Freundin zog im Juni ’11 aufgrund der Geltendmachung von Eigenbedarfs aus der Mietwohnung aus. Schon die handschriftliche Kündigung erfolgte auf Basis einer eigentlich unzureichenden Mieterkündigung: ohne Angabe von Gründen, ohne Kenntnissgabe eines Einspruchrechts. Um den guten Willens wegen und da meine Freundin zum Auszugszeitpunkt hochschwanger war, akzeptierte sie die Kündigung.

    Von Vermieterseite folgten auf spätere Anfrage nach der Kaution einige telefonische Aussagen wie „Wasserschaden unter dem Laminat in der Küche“. Meine Freundin war eine sehr gewissenhafte Mieterin. Wir können uns nicht vorstellen, wie dieser Wasserschaden entstanden sein soll. Den Beweis, dass wir und nicht die Vormieter diesen Schaden verursacht habem blieb uns die Vermieterin ebenso schuldig wie jede Art von Schriftstück zur Geltendmachung eines Schadens oder sonstige Forderungen an meine Freundin. Lediglich die Aussage, der Schaden sei vor Entfernung des Laminats gar nicht zu entdecken gewesen, teilte uns die Vermieterin mit.
    Zum Jahreswechsel und damit über sechsmonatigem Warten stellte meine Freundin per Einschreiben eine Frist von zwei Wochen zur Rückzahlung der Kaution, da keine Forderungen seitens der Vermieterin eintrafen. Die Frist verstrich ohne Reaktion. In der gesamten Zeit seit Auszug hielt die Vermieterin keine ihrer in unseren Augen völlig haltlosen Anschuldigungen schriftlich fest oder forderte (auch telefonisch nicht) konkrete Maßnahmen/Beträge, es erfolgte gar kein Schriftverkehr.

    Wir denken, ein geeignetes Weiterverfahren wäre, eine gerichtliche Abmahnung schicken zu lassen und bei Widerspruch einen Anwalt hinzuzuschalten und Klage zu erheben. Was denken Sie?

    • Dennis Hundt
      26. Januar 2012 - 11:40 Antworten

      Hallo Jürgen,

      danke für Ihren ausführlichen Kommentar.

      Zum einen stellen sich mir folgende Fragen: Wer hat das Laminat verlegt? Wenn mieterseits, mit oder ohne Genehmigung? Wenn vermieterseits, wie kann ein Wasserschaden unter dem Laminat entstehen?

      Aber davon unabhängig versucht Ihr Vermieter die Sache auszusitzen. Der Weg wäre wohl: 1. Mahnung, 2. Mahnung, Mahnbescheid, bei Widerspruch Anwalt.

      Ich an Ihrer Stelle würde aber wohl sofort zum Ausdruck bringen, dass Sie einen Anwalt einschaltet haben, indem das nächste Schreiben an den Vermieter direkt vom Anwalt kommt.

      Ich denke das spart Ihnen Zeit, Geld und Nerven. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen einen Anwalt empfehlen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Jürgen
        26. Januar 2012 - 15:28 Antworten

        Hallo Dennis,
        vielen Dank für die prompte Antwort!
        Der Laminat war schon drin und wies zu keiner Zeit für uns erkennbare, erwähnenswerte Mängel auf.
        Wir denken auch, dass ein „starkes Signal“ durch einen Anwalt der nächste Schritt ist, um die Glaubwürdigkeit unseres Anliegen zu unterstreichen.
        Danke!

  • Mann Ulrich
    28. Januar 2012 - 18:54 Antworten

    Hallo,
    ich hätte hier mal ein Anliegen zum Thema Kaution.
    ich schreibe hier im Namen meiner Schwiegermutter die 78 Jahre alt ist, und eigentlich schon resigniert hat.
    Meine Schwiegermutter hat im August 2011 einen Wohnungswechsel vollzogen.
    Die Aufkündigung der alten Wohnung erfolgte fristgemäß und die Übergabe erfolgte ebenso ohne Beanstandungen.
    Eine Endgültige Brtriebskostenabrechnung erfolgte bis heute noch nicht.

    Für die alte Wohnung war eine Kaution von ca. 530,00€ hinterlegt die auch im bestanden Mietvertrag schriftlich vom Vermieter niedergeschrieben war.

    Der Vermieter ging zwischenzeitlich Insolvent und es trat eine neue Gesellschaft als Vermieter auf, dass Mietverhältnis ging nahtlos weiter.

    Heute erfuhr ich jedoch zufällig aus ein Gespräch mit meiner Schwiegermutter, dass Sie angeblich die am Vermieter gezahlte Kaution nicht zurück erhält.
    Begründung:
    Herr G. ist Insolvent gegangen und hat die erhalten Kaution auf sein Privatkonto überwiesen.
    Der Nachfolgevemieter kann deshalb die Kaution nicht auszahlen und damit Schluss.

    Meiner Meinung nach kann das doch kein Grund für einen einbehalt der Kaution sein. Oder?
    Der neue Besitzer hat doch auch schon wieder über Jahre hinweg die Mieten erhalten.
    Ist er nicht komplett für die Rechtsnachfolge und die daraus entstehenden Verpflichtungen verantwortlich?

    • Dennis Hundt
      28. Januar 2012 - 19:50 Antworten

      Hallo Herr Ulrich,

      danke für Ihren ausführlichen Kommentar. Damit die Kaution bei einer Insolvenz des Vermieters nicht verloren geht, muss diese (eigentlich) getrennt vom Vermögen des Vermieters angelegt werden.

      Gut, nun ist das Kind in den Brunnen gefallen. Ich kann Ihnen leider nicht sagen, ob der neue Eigentümer in der Pflicht ist die Kaution zurück zu erstatten. Ich möchte Ihnen hier keine Halbwahrheiten präsentieren, von daher lasse ich es lieber ganz.

      Ich würde Ihnen zu einem Beratungsgespräch bei einem Anwalt raten. Ein Anwalt kann sicher gut einschätzen, ob ein Vorgehen gegen den neuen Eigentümer lohnt, oder ob die Kaution verloren ist.

      Tut mir Leid, dass ich Ihnen dazu nicht mehr schreiben kann.

      Dennis Hundt

      • Mann Ulrich
        29. Januar 2012 - 13:08 Antworten

        Danke für die Information.

  • Orpilla
    29. Januar 2012 - 23:04 Antworten

    Hallo!

    Wir sind im August 2011 ausgezogen und haben bis jetzt unsere Mietkaution nicht erhalten. Bei der Übergabe hat der Hausmeister die Fliesenaufkleber und die verschiedenen Farben der Räumlichkeiten bemängelt. Die Zimmer sollten alle in weißer Farbe sein. Die Wohnung haben wir so verlassen wie wir sie vor 9 Jahren bekommen haben.

    Nach unserem Anruf hat der Vermieter gesagt, dass er ein Nachmieter sucht und falls der Nachmieter es nicht so übernimmt werden sie unsere Mietkaution in Höhe von 950,00 Euro einbehalten.
    Es jetzt Ende Januar 2012 und die Wohnung ist immer noch nicht vermietet.
    Gibt es eine Möglichkeit die Mietkaution sofort nach so langer Zeit einzufordern? Danke

    • Dennis Hundt
      30. Januar 2012 - 09:26 Antworten

      Hallo Herr Orpilla,

      grundsätzlich hat der Vermieter sechs Monate Zeit die Mietkaution zurück zu zuzahlen. In Ihrem Fall wohl bis Ende Februar 2012.

      Ihr Fall ist natürlich schwierig, Sie haben offensichtlich keine wirklich klaren Absprachen bei der Übergabe getroffen. In welchem Zustand die Wohnung übergeben werden muss, regelt nicht zuletzt der Mietvertrag unter dem Punkt „Schönheitsreparaturen„. Hier sollten Sie auf jeden Fall Einblick nehmen.

      Nach Ablauf der sechs Monate, würde ich den Vermieter schriftlich auffordern die einbehaltene Mietkaution zurück zu erstatten. Anschließend werden Sie sehen wie sich der Vermieter positioniert. Dann können Sie entscheiden wie Sie weiter vorgehen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Birgit Kuniß
    2. Februar 2012 - 16:20 Antworten

    Hallo Herr Hundt,
    am 30. September sind wir nach fristgemäßer Kündigung aus einer Mietwohnung ausgezogen.
    Mit dem Hausverwalter wurde ein Übergabeprotokoll gemacht, in dem keine Mängel verzeichnet wurden.
    Lediglich der Fußbodenbelag wurde als stark abgenutzt bezeichnet,da wir 14 Jahre in der Wohnung mit dem Belag gelebt haben, ist das ja auch normal.
    Die Wohnung mit Einbauküche wurde von uns in einem sauberen und ordentlichen Zustand übergeben und wir haben regelmäßig renoviert.
    Nach mehrfachen Wasserschäden durch defekte Dachrinnen und schwarze Flecken durch einen rusenden Heizkörper mussten wir sehr oft renovieren! Der Vermieter wurde darüber von uns informiert.
    Am Haus selbst gibt es zunehmend Probleme mit Algenbefall, dass muss irgendwie mit der Wärmedämmung zusammenhängen und diese Algen arbeiten sich jetzt in das Innere der Wohnung vor.
    Am Haus und in der Wohnung muss grundlegend dringend etwas getan werden, bevor neu vermietet wird!
    Kurz, der Vermieter vertritt die Meinung, dass wir jetzt neuen Teppich und die komplette Renovierung bezahlen sollen.
    Der Kostenvoranschlag beträgt über 3000 Euro. Wir haben sofort Einspruch eingelegt und haben bis jetzt keine Antwort und die Kaution steht auch noch aus.
    Was sollen wir tun?

    Mit freundlichen Grüßen
    Birgit Kuniß

    • Dennis Hundt
      2. Februar 2012 - 16:42 Antworten

      Hallo Frau Kuniß,

      danke für Ihre ausführlich Schilderung. Ich versuchen den Fall aus meiner Sicht einzuschätzen.

      1. Ich gehe stark davon aus, dass die Abnutzung des Fußbodenbelages / des Teppichs vom vertragsgemäßen Gebrauch des Wohnung gedeckt ist. Das ist nicht Ihr Part – Abnutzung ist vollkommen normal.

      2. Sie haben ein Übergabeprotokoll, dass keine Mängel ausweist. Wenn Sie dem Vermieter nicht irgendwelche versteckten Mängel verschwiegen haben, die er erst später entdecken könnte, ist der Fall für Sie erledigt.

      3. Bis Ende März 2012 muss Ihnen Ihr Vermieter die Mietkaution zurückzahlen, zumindest den größten Teil. Einen kleinen Teil kann er für eine mögliche Nachforderung aus der Nebenkostenabrechnung noch bis zur Abrechnung des Jahres 2011 zurückhalten.

      4. Fordern Sie Ihren Vermieter auf, die Kaution bis zum 31.03.2012 zurück zu zahlen. Ich würde alle Ansprüche auf die Renovierung auf Grundlage des Protokolls zurückweisen.

      5. Je nachdem, wie Ihr Vermieter eingestellt ist, kann es Sinn machen, ein einmaliges Schreiben von einem Anwalt erstellen zu lassen (gerne empfehle ich jemanden). Das setzt gleich ein deutliches Zeichen.

      Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Antonia Thormann
    3. Februar 2012 - 07:05 Antworten

    Guten Tag,

    mein Sohn hat eine Kündigung für seine Wohnung wegen angeblicher Lärmbelästigung bekommen, was allerdings nicht in der Kündigung drin steht, aber der Vermieter und mein Sohn haben sich trotzdem auf eine Kündigung geeinigt. Nun muss mein Sohn das Zimmer noch renovieren, alles kein Problem. Im Hauseingang hat irgendjemand vor einigen Wochen etwas an die Hauswand geschmiert- bei uns in der Innenstadt keine Seltenheit. Der Vermieter beschuldigt nun automatisch meinen Sohn, dies gemacht zu haben und hat in aufgefordert, die Schmiererei zu entfernen, ansonsten bekäme er seine Kaution nicht zurück. Kann der Vermieter das machen? Welche Möglichkeiten hat mein Sohn, sich dagegen zu wehren?

    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    • Dennis Hundt
      3. Februar 2012 - 11:02 Antworten

      Hallo Frau Thormann,

      danke für Ihren Kommentar. Wenn Ihr Sohn unschuldig ist, sollte er das dem Vermieter mit Nachdruck mitteilen. Er sollte Ihm einfach einen Brief schicken. Offen, ehrlich, aufrichtig – er hat mit den Schmierereien nichts zu tun. Er besteht auf vertragsgemäße Rückzahlung der Mietkaution. Wenn der Vermieter das anders sieht, muss er beweisen, dass Ihr Sohn die „Beschädigung“ vorgenommen hat. Ansonsten gilt die Unschuldsvermutung.

      Wenn der Vermieter dennoch die Mietkaution einbehält, bleibt nur der rechtliche Weg. Möglicherweise genügt auch schon ein Schreiben von einem Anwalt.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Michaela Michael
    14. Februar 2012 - 18:39 Antworten

    Hallo,
    wir sind im September 2010 aus der alten Wohnung wegen Eigenbedarf gekündigt worden. Ende 2010 hatten wir eine neue Wohnung gefunden, die alte Vermieterin hat die komplette Wohnung neu gemacht (Wände raus, Böden neu…) und hat uns irgendwann einen Brief geschickt, wo drin stand, dass sie uns die Kaution nicht zurück gibt.

    Sie hat uns keine Rechnungen geschickt, nur Kostenvoranschläge der Firmen. Aber eigentlich darf sie uns doch Ihre Umbauten nicht in Rechnung stellen, oder?

    Jetzt haben wir die Kaution seit dem auf dem Mietkautionskonto. Wir haben die Vermieterin bis jetzt nicht erreicht.

    Jetzt kam ein Brief von der Bank, wo drin steht, dass die Vermieterin darauf besteht, dass wir das Konto frei geben.

    Was können wir da machen?

    Vielen Dank

    • Dennis Hundt
      14. Februar 2012 - 18:49 Antworten

      Hallo Michaela,

      danke für den Kommentar. Natürlich sollten Sie das Konto nicht freigeben. Ihre Vermieterin kann Ihnen nicht die Umbauten auflasten. Ich vermute, sie beruft sich auf nicht ausgeführte Schönheitsreparaturen oder Schäden in der Wohnung? Hier sollten Sie in Ihren alten Mietvertrag schauen, ob Sie wirksam zur Ausführung der Schönheitsreparaturen verpflichtet waren. Und auch ein Blick in das Übergabeprotokoll hilft sicherlich weiter. Wurde die Wohnung mangelfrei übergeben oder wurde Mängel festgestellt?

      Vielleicht beruft sich die Vermieterin auch auf eine Nachzahlung aus den Nebenkosten. Hier sollten Sie genau prüfen, ob die Abrechnungsfrist nicht schon abgelaufen ist.

      Ich rate zu einem Gespräch mit der Vermieterin. Wenn das erfolglos verläuft, müssen Sie wohl einen Anwalt einschalten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Michaela Michael
        14. Februar 2012 - 20:34 Antworten

        Danke für die Antwort.
        Es gab gar kein Übergabeprotokoll. Da die neue Mieterin (Tochter der Vermieterin) alles neu machen wollte und gesagt hat, wir brauchen nichts zu machen. Wir haben auch keine Nebenkostenabrechnung bekommen für diese Wohnung. In dem Brief von der Bank steht drin, dass nach 4 Wochen das Konto automatisch aufgelöst wird, auch wenn wir es nicht freigeben. (Wie geht sowas?)

        Würde uns da der Mieterschutzbund auch weiterhelfen können?

        Liebe Grüße.

        • Dennis Hundt
          14. Februar 2012 - 22:09 Antworten

          Hallo Michaela,

          wenn vereinbart wurde, dass Sie die Wohnung ohne zu renovieren übergeben und auch keine Abrechnung erstellt wurde, sehe ich keinen Grund die Kaution einzuziehen. Leider kenne ich mich mit einem derartigen Kautionskonto nicht aus. Ich kann also nicht sagen, ob es einseitig durch den Vermieter aufgelöst werden kann oder nicht.

          Ich würde empfehlen, dass Sie sich an einen Mieterverein oder einen Anwalt wenden.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

  • Mara K
    15. Februar 2012 - 15:59 Antworten

    Hallo!

    Im Januar 2011 begann unser Mietverhältnis. Wir haben beim Unterschreiben des Mietvertrages 600 € Kaution in bar gezahlt. Das Mietverhältnis endete am 31.12.2011- bzw eigentlich am 16.12.2011, da sich zu dem Zeitpunkt darauf geeinigt wurde, die Mietsache an einen neuen Mieter zu übergeben (uns wurde die zuviel gezahlte Miete gezahlt).
    Nun haben wir die Kaution noch nicht erhalten, mit Begründung man habe ein Rückbehaltungsrecht. Was ja in sofern auch stimmt. Aber die Abrechnung für 2011 erfolgt frühestens Oktober 2012. Kann die Vermieterin die komplette Kaution so lange einbehalten? Oder hat sie uns einen Teil davon auszuzahlen? Womit kann ich argumentieren.
    Weiterhin ist bei der letzten Abrechnung aufgefallen, dass jeder Mieter im Haus (11 Parteien) unheimlich hohe Nebenkosten-Nachzahlungen leisten mussten. Die Nebenkosten sind in jeder Wohnung aber sehr niedrig gehalten und entsprechen absolut nicht den tatsächlichen Kosten. Weiterhin muss eine Partei keine Gartenpflegekosten mehr zahlen, da diese „Gartenpflege“ von keiner Gartenfirma gemacht und berechnet wird sondern nur von einem „Bekannten“ der Vermieterin. Weiterhin ist die Gartenpflege nur im Herbst 1-2 x Laubfegen.
    Gilt das Urteil der Mieter die nicht mehr zahlen müssen für alle Mieter, oder müssten wir dafür auch vor Gericht?
    Was ist nun sinnvoll zu tun?

    Viele Grüße
    Mara K.

    • Dennis Hundt
      15. Februar 2012 - 16:10 Antworten

      Hallo Mara,

      danke für die Schilderung. Wie Sie sicher gelesen haben, hat der Vermieter bis zu 6 Monate Zeit über die Kaution abzurechnen. Einen Teil der Kaution kann für eine mögliche Nachzahlung auch länger einbehalten werden (bis zur Abrechnung des Jahres 2011) Genauer gesagt können 3 bis 4 Nebenkostenvorauszahlungen länger als 6 Monate einbehalten werden, siehe AG Hamburg, 47 C 1373/95, Urteil v. 27.2.1996.

      Ich weiß nicht, was die eine Mietpartei mit dem Vermieter vereinbart hat. Grundsätzlich kann der Vermieter auch eigene Leistungen (wenn er die Gartenpflege übernimmt) auf den Mieter umlegen. Ich vermute so ähnlich wird es sich verhalten, wenn die Arbeit ein Bekannter des Vermieters übernimmt. Wenn sich die Gartenpflege auf die Laubbeseitigung konzentriert, dann können die Kosten ja auch nur dem entsprechend hoch sein.

      Wenn Ihre Nebenkostenvorauszahlung zu niedrig ist, sollten Mieter und Vermieter im beiderseitigem Interesse die Vorauszahlungen anpassen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Mara K
    15. Februar 2012 - 16:17 Antworten

    Vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Wenn ich der Vermieterin nun zurückschreibe, worauf stütze ich mich da, dass wir zumindest schon einen Teil der Kaution zurück erhalten? Denn bis Oktober möchte ich damit nicht warten.
    Die Gartenkosten sind- im Zuge dessen was gemacht wird- viel zu hoch. Die Mietpartei hat nicht gezahlt, weil eigentlich keine Gartenpfelge statt fand, vorallem nicht in Zeiten wo der Garten benutzt werden könnte. Das Ganze ging vor Gericht und die Mietpartei hat Recht bekommen, diese Kosten nicht mehr zahlen zu müssen.

    Grüße

    • Dennis Hundt
      15. Februar 2012 - 16:25 Antworten

      Hallo Mara,

      Sie stützen sich auf das Hamburger Urteil. Aber Ihre Vermieterin hat grundsätzlich 6 Monate Zeit.

      Wenn es zu der Gartenpflege-Problematik auch ein Urteil gibt (sogar Ihr Haus betreffend), wurde ich mich auch darauf stützen und versuchen auch die Kosten der Gartenpflege nicht zu übernehmen.

      Dennis Hundt

  • Steffi
    16. Februar 2012 - 14:24 Antworten

    Hallo!

    Wir sind ratlos. Zum 01.04.2011 sind wir in eine 2-Zimmer Wohnung eingezogen. Da ich schwanger geworden bin und in dem selben Haus eine 2 1/2 Zimmer Wohnung frei wurde, sind wir zum 01.11.2011 dort eingezogen.
    Allerdings haben wir diese Wohnung sehr schnell kündigen müssen, da es in der Wohnung zu erheblichen Lärmbelästigungen aus den Nachbarwohnungen kam und ein erheblicher Schimmelbefall in der Küche war, welchen man beim besichtigen der Wohnung nicht sehen konnte.
    Auf den Lärm und den Schimmelbefall haben wir den Vermieter hin gewiesen, es passierte lediglich beim Schimmelbefall etwas.
    Auf eine Mietminderung wegen der erheblichen Lärmbelästugung haben wir verzichtet, da wir ohne großen Streit aus das Mietverhältnis raus wollten.
    Zum 15.02.12 sind wir aus der Wohnung raus gekommen.
    Jetzt bekamen wir ein Schreiben, dass wir von der gezahlten Kaution i. H. v. 900€ lediglich 500€ ausgezahlt bekommen. Die Begründung dafür ist, dass wir 3 Abrechnungen abzuwarten haben. Einmal die für die erste, kleinere Wohnung (45m²) 2011, dann für die große Wohnung (62 m²)für den Zeitraum von 2 Monaten für 2011 und für die große Wohnung für den Zeitraum von 1 1/2 Monaten 2012.
    Ist das wirklich in Ordnung, dass der Vermieter 400€ dafür einbehält? Man muss dazu sagen, dass wir einen sehr hohen Abschlag an Nebenkosten zahlen mussten (160€ für eine 62m² Wohnung), da wir mit 3 Personen in dem Mietvertrag schon drin standen, wegen unserem ungeborenen Baby! Ebenso wurden die NK zum Teil auf die Wohnfläche angerechnet (übrige Betriebskosten komplett und Warmwasser + Heizung zu 30%). Geheizt haben wir so gut wie gar nicht.
    Hauptsächlich geht es uns um die Frage. ob der Vermieter tatsächlich ca 44% von der gezahlten Kaution unter diesen Umständen einbehalten darf?
    Bei der Wohnungsübergabe wurden keine Mängel angemerkt und die Vermieterin sagte, sie könne uns nicht genau sagen, wie hoch der einbehaltene Betrag sein wird, meinte allerdings, dass es nur ein kleiner, pauschaler Betrag, so um die 100€ wird.
    Dafür gibt es auch Zeugen, welche mein Freund bei der Wohnungsübergabe dabei hatte.
    Das dumme ist, dass wir in der neuen Wohnung ebenfalls die Kaution so langsam zahlen müssen. Mit mir als Verkäuferin und meinem Freund als Student, dazu noch, dass ich hoch schwanger bin, sind wir darauf angewiesen, dass wir die Kaution wieder bekommen. Noch nie hatte ich solche Probleme mit der Kautionsrückzahlung.

    • Dennis Hundt
      16. Februar 2012 - 14:34 Antworten

      Hallo Steffi,

      danke für den sehr ausführlichen Kommentar.
      Meine Antwort fällt leider etwas kürzer aus, da ich davon ausgehe, das Ihr Vermieter sich vollkommen korrekt verhält. Zum einen hat Ihr Vermieter bis zu sechs Monate Zeit Ihnen die Kaution zurück zu erstatten, zum anderen kann er einen Teil der Kaution auch länger als sechs Monate einbehalten. Für einen mögliche Nachzahlung aus den Nebenkosten. Genauer gesagt entspricht der Teil der länger einbehalten werden kann 3 bis 4 Vorauszahlungen. Das sieht auch das Amtsgericht Hamburg so: AG Hamburg, 47 C 1373/95, Urteil v. 27.2.1996.

      Soll heißen 3 bis 4 x 160 Euro darf Ihr Vermieter länger einbehalten. Damit liegt er mit 400 Euro absolut im gängigen Rahmen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Sandra
    20. Februar 2012 - 19:09 Antworten

    Hallo,
    habe da auch ein anliegen, ich bin im Jahr März 2010 aus meiner Wohnung ausgezogen, habe ein Wohnungsübergabeprotokoll zur Übergabe gemacht, was wir beide auch unterschrieben haben und wo drauf steht, dass keinerlei Mängel vorhanden sind. Ich habe jetzt bis 31.12.11 gewartet wegen der Nebenkostenabrechnung. Weil der Vermieter meinte, solange behält er die Kaution ein. So nun habe ich aber keine Post bekommen, also gehe ich davon aus es sind keine kosten angefallen. Müsste ich denn nicht endlich meine Kaution bekommen? Und wie verhalte ich mich nun?
    Vielen dank im voraus für die Antwort.

    • Dennis Hundt
      20. Februar 2012 - 19:53 Antworten

      Hallo Sandra,

      natürlich hätte Ihnen Ihr Vermieter die Kaution schon längst zurückzahlen müssen. Aller spätestens im Januar dieses Jahres. Eine Nachzahlung aus den Nebenkosten für 2010 brauchen Sie nicht mehr zu fürchten, denn die 12-monatige Abrechnungsfrist ist abgelaufen.

      Fordern Sie Ihren Vermieter schriftlich (am besten per Einschreiben) dazu auf, die einbehaltene Kaution umgehend auszuzahlen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Astrid
    25. Februar 2012 - 13:34 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,
    ich schreibe für meinen Sohn. Es geht um die Mietkaution.
    Er bewohnte eine Wohnung von Anfang 2006 bis Ende November 2008. Weil alle Nebenkostenabrechnungen noch offen standen und einige kleine Reparaturen auszuführen waren (Fußleisten annageln, Tisch des Vormieters vom Balkon entsorgen) wurde die Kaution komplett einbehalten. Schriftliche Aufforderungen zur Nebenkostenabrechnung und zur Kautionsabrechnung wurden ignoriert.
    Besteht noch Hoffnung auf Rückzahlung der Kaution? Die Nebenkostenvorauszahlungen waren seinerzeit so hoch, dass ohnehin eher eine Rückzahlung zu erwarten war.

    Vielen Dank und
    Mit freundlichen Grüßen

    • Dennis Hundt
      25. Februar 2012 - 13:50 Antworten

      Hallo Astrid,

      danke für den Kommentar. Natürlich besteht Hoffnung. Zum einen können die Ansprüche auf die Nebenkostenabrechnungen und möglichen Gutschriften nicht verjähren, da der Vermieter offenbar noch überhaupt keine Abrechnung erstellt hat. Erst nach einer Abrechnung können weitere verjähren.

      Zum anderen muss natürlich auch über die Kaution abgerechnet werden. Der Druck auf dem Vermieter war offensichtlich noch nicht groß genug. Im Grunde bleibt Ihnen nur die Möglichkeiten einen Anwalt zur Hilfe zu holen. Ein einfaches Schreiben vom Anwalt hilft in der Regel schon und kostet auch nicht die Welt. Gerne empfehle ich Ihnen einen Anwalt (mailen Sie mir einfach).

      Mir kommt bei Ihrem Fall gleich die Idee in den Kopf: Ihr Sohn verzichtet auf sein Recht, das Abrechnungen erstellt werden und der Vermieter zahlt dafür die vollständige Kaution zurück. Da die Abrechnungen so lange rückwirkend wahnsinnig viel Arbeit machen, kann ich mir gut vorstellen, dass der Vermieter sich darauf einlässt. Aber wohl erst nach einem Anwaltsschreiben.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Jin Lee
    26. Februar 2012 - 11:53 Antworten

    Hallo,
    ich habe im Feb 2009 eine vermietete Wohnung erworben. Die Mieterin hat Kaution an der ehemaligen Eingentümerin gezahlt. Da der Punkt damals nicht geklärt wurde und die Kaution auch nicht von der ehemaligen Eingentümerin an mir übertragt worden ist, haben wir jetzt ein Problem. Jetzt zieht sie im April aus, verlangt aber von mir die Rückzahlung der Kaution, obwohl ich die Kaution nicht bekommen habe.
    Wer ist in dem Fall verpflicht, die Kaution von der ehemaligen Eingentümerin zurückzufordern?
    Da ich keine Kaution im Hand habe, darf ich den Guthaben aus der Nebenkostenabrechnung einbehalten, falls in der Wohnungsübergabe Mängel festgestellt werden?
    Vielen Dank im Voraus!
    Mit freundlichen Grüßen!

    • Dennis Hundt
      26. Februar 2012 - 19:19 Antworten

      Hallo Herr Lee,

      danke für die Frage. Ich habe mich kurz zu dem Problem belesen. Die Mieterin kann sich von dem alten Eigentümer und von Ihnen die Kaution zurückholen. Es sei denn, der Mieter hat die Kaution von alten Eigentümer an Sie abgetreten, aber davon ist wohl nicht auszugehen.

      Seit der Mietrechtsreform vom 1.9.2001 ist aber ganz klar geregelt, dass Sie als neuer Eigentümer auf jeden Fall für die Rückzahlung der Kaution aufkommen müssen. Egal ob Sie die Kaution vom alten Eigentümer erhalten haben oder nicht.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Sindy
    28. Februar 2012 - 13:26 Antworten

    Hallo,

    ich und mein Lebensgefährte haben für kurze zeit und zwar vom 01. Januar 2010 bis Ende April 2010 in einer Mietwohnung gewohnt. Wir haben auch eine Mietkaution gezahlt. Nach ca. einen halben Jahr haben wir eine kleine Anzahlung unsere Mietkaution von der Hausverwaltung erhalten.
    Auf den Rest warten wir bis heute.

    Am 24.Dezember 2011 haben wir eine Betriebskostenabrechnung für 2010 bekommen, die absolut nicht den Tatsachen entspricht. Wir haben natürlich Einspruch erhoben, da die Zählerstände mit unseren Übernahme bzw. Übergabeprodokoll nicht übereinstimmen.

    Da unser Auszug schon fast 2 Jahre her ist, sehe ich nicht ein, dass der Vermieter bzw. die Hausverwaltung weiterhin unsere Kaution einbehält, nur weil noch eine evtl. Betriebskostenabrechnung aussteht. Wer ist im Recht?
    Mehrfach habe ich die Chefin der Hausverwalterin per Einschreiben aufgefordert uns die Kaution auszuzahlen. Es kommt aber keine Reaktion. Auch ans Telefon bekomme ich diese Frau nicht, ich werde ständig von Ihrer Sekretärin abgewimmelt.

    Wir hatten mit der Chefin der Hausverwaltung auch einen persönlichen Termin im Januar 2012 zur Klärung des Sachverhaltes, leider hat Sie uns versetzt. Ich muss dazu sagen, wir mussten an diesem Tag extra Urlaub nehmen und einige Kilometer fahren. Ich finde es unverschämt!

    Ich hoffe Sie können uns weiterhelfen!

    LG Sindy

    • Dennis Hundt
      28. Februar 2012 - 22:27 Antworten

      Hallo Sindy,

      einen Teil der Kaution durfte die Verwaltung durchaus bis Ende 2011, bis zur Abrechnung der Nebenkosten für 2010, einbehalten. Für eine mögliche Nachzahlung. Ihre Reaktion, Briefe / Aufforderungen per Einschreiben an die Hausverwaltung zu senden, ist absolut richtig. Wenn die Verwaltung nicht reagiert, wird Ihnen nur der Gang zum Anwalt bleiben. Ein einfaches Schreiben vom Anwalt an den Vermieter / an die Hausverwaltung kann schon Wunder bewirken.

      Gerne würde ich Ihnen weitere Tipps geben, leider gibt Ihre Situation nicht allzu viele Möglichkeiten her.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Sindy
        28. Februar 2012 - 22:39 Antworten

        Lieber Dennis,

        vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, Sie haben uns sehr weiter geholfen!

        LG Sindy

  • Florian
    7. März 2012 - 10:55 Antworten

    Hallo Herr Hundt,
    ich bin im November letzten Jahres aus meiner Wohnung ausgezogen. Meine Vermieterin hatte mir zugesagt, die erste Hälfte der Kaution zu überweisen. Das passierte nicht, weil sie angeblich einen Zahlendreher hatte. Dann sagte sie mir sie würde mir im November die Endabrechnung schicken und dann nach Bestätigung bezahlen.
    Die Endabrechnung kam vorletzte Woche Mittwoch und ich habe sie per Einschreiben am nächsten Tag zurückgeschickt. Bisher ist immer noch kein Geld da. Letzte Woche hieß es sie hätte es nicht zur Bank geschafft. Da man aber in einer Stadt wie Bremen sehr wohl zu einer Bank kommen kann und 5 Minuten für eine Überweisung aufbringen kann, platzt mir so langsam der Kragen.
    Was kann ich da tun, wenn sie eine mündliche Zusage erteilt hat, dass Geld nach Erhalt der Bestätigung zu überweisen?

    MfG
    Florian

    • Dennis Hundt
      7. März 2012 - 19:18 Antworten

      Hallo Florian,

      Ihre Vermieterin hat bis zu sechs Monate nach Ihrem Auszug Zeit, die Kaution zurück zu erstatten. Diese Zeit müssen Sie ihr wohl oder übel einräumen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Christina
    9. März 2012 - 17:21 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    ich bin am 28.02.2011 aus meiner Wohnung ausgezogen und habe von meiner Kaution (300,00€) 120,00 € Teilzahlung zurückbekommen. Im Oktober 2011 habe ich meine Betriebskostenabrechnung für 2010 bekommen und eine hohe Gutschrift erhalten.
    Jetzt steht noch die Betriebskostenabrechnung 2011 aus, wo es nur 2 Monate waren. In den 2 Monaten habe ich schon bei meinen Freund gewohnt, also dürfte keine Forderung kommen sondern eine Gutschrift.
    Bei nachfrage des Vermieters um Auszahlung der restlichen Kaution wurde gesagt das es innerhalb 1 Monats auf meinem Konto ist.

    Leider war es nicht so!!!

    Nach wieder holten nachfragen wurde jetzt gesagt, dass es noch einbehalten wird wegen der Betriebskostenabrechnung 2011.

    Mfg
    Christina

    Muss ich da jetzt noch warten oder habe ich das Recht, dass der Vermieter meinen Rest der Kaution auszahlen tut??? Wie lange muss ich warten, reicht nicht 1 Jahr?

    • Dennis Hundt
      9. März 2012 - 17:37 Antworten

      Hallo Christina,

      Sie haben es vielleicht schon in den anderen Kommentaren gelesen. Ihr Vermieter darf einen angemessenen Teil der Kaution bis zur Abrechnung der Nebenkosten einbehalten. Im Zweifel müssen Sie bis Ende 2012 warten, denn so lange hat Ihr Vermieter Zeit, die Abrechnung für 2011 zu erstellen. Als angemessen betrachte ich, 1 maximal 2 Nebenkostenvorauszahlungen – in Anlehnung das das oben genannte Hamburger Urteil.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Meli
    15. März 2012 - 21:33 Antworten

    Guten Abend Herr Hundt,

    im November 2011 wurde die damals gemeinsame Wohnung meines Mannes und mir übergeben, da wir uns getrennt haben. Der Mietvertrag lief auf beide Namen. Die Kaution sowie allen Miet-/Nebenkostenzahlungen sind durch mich getätigt worden, da wir Gütertrennung vor der Ehe vereinbart (Notariell) hatten. Nun zögert der ehemalige Vermieter die Rückzahlung der Kaution und das Guthaben aus der Nebenkostenerstattung aus 2011 (beides zusammen circa 800 Euro) hinaus, da er der Meinung ist, er dürfe es nicht mir überweisen, sondern müsse dies zwischen meinem Nochmann und mir teilen. Meinen Nochmann kann ich leider nicht erreichen, da er sich momentan im Ausland aufhält. Ist es 1. rechtens, dass der Vermieter Kaution und Guthaben einbehält, bis mein Mann sich bei ihm gemeldet hat, obwohl wir Gütertrennung vereinbart haben und alle Zahlung von mir kamen? Vielen Dank.

    • Dennis Hundt
      15. März 2012 - 23:54 Antworten

      Hallo Meli,

      ich kann Ihnen leider nicht genau sagen, wie die rechtliche Lage bei der Kautionsauszahlung an zwei Mieter ist. Der Vermieter muss davon ausgehen, dass die Kaution und die Rückzahlung aus den Nebenkosten auf beide im Mietvertrag genannten Personen aufgeteilt werden müssen. Von daher kann ich die zögerliche Haltung durchaus verstehen. Ob der Vermieter damit rechtlich richtig liegt, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Im Zweifel sollten Sie die Meinung eines Anwalts einholen.

      Tut mir Leid, dass ich Ihnen hier nicht mehr dazu schreiben kann.

      Dennis Hundt

  • Julia
    16. März 2012 - 20:42 Antworten

    Werter Herr Hundt,

    eine Frage habe ich noch zu Ihren sehr präzise verfassten Kommentaren: Darf der Vermieter die gesamte Kaution 6 Monate einbehalten, oder nur den angemessenen Anteil? Darf ich also nach einem Monat nach Übergabe auf diesen „unangemessen“ Anteil bestehen oder erst nach 6 Monaten? Vielen, vielen Dank im Voraus.

    • Dennis Hundt
      17. März 2012 - 09:49 Antworten

      Hallo Julia,

      – sechs Monate hat der Vermieter Zeit über die (gesamte) Kaution abzurechnen
      – über die sechs Monate hinaus darf er für eine mögliche offene Nebenkostenabrechnung einen angemessenen Teil einbehalten

      Das heißt, Sie können erst am Ende der sechs Monate auf die Abrechnung (des „unangemessenen“ Teils) der Kaution bestehen.

      Grüße

      Dennis Hundt

  • Claudia Tamler
    18. März 2012 - 17:38 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    im Mai 2010 bin ich aus meiner Wohnung ausgezogen. Die Wohnungsübergabe verlief problemlos, ich habe neue Adresse und Kontodaten angegebn für die Rückzahlung der Kaution. Da sich bis zum Sommer 2010 dahingehend nichts getan hat, habe ich telefonisch Kontakt zu meiner ehemaligen Vermieterin/Verwalterin aufgenommen. Die Antwort ihrerseits war, dass ich bis Ende des Jahres warten muss, bis auch die Nebenkostenabrechnung 2009 kommt. Dann macht sie ne Enedabrechnung.
    So war es dann auch, Ende Dezember 2010 habe ich einen Brief von ihr bekommen. In diesem Schreiben hat sie die Kaution gegen die Nebenkostensbrechnung von 2009 gesetzt, zusätzlich hat sie 100 € für die noch ausstehende Nebenkostenabrechnung 2010 einbehalten, da ich bis jetzt immer nachzahlen musste. Ich habe aber auch mit Beginn 2010 meine Miete erhöht um 10 € damit man Ende des Jahres nicht in Ohnmacht fällt. Dadurch habe ich bis zum heutigen Tage noch nicht einmal die Hälfte meiner Kaution zurückbekommen.
    Nun ist 2012 und ich habe bis jetzt noch keine Nebenkostenabrechnung für 2010 erhalten. Im Februar habe ich einen Brief an meine ehemalige Verwalterin geschrieben, indem ich die Nebenkostenabrechnung angefordert habe und ihr auch eine zeitliche Frist von 2 Wochen gegeben um diese Angelegenheit zu klären. Auf diesen Brief habe ich bis heute keine Antwort bekommen und bräuchte dringend einen Rat wie man in dieser Angelegenheit weiter verfahren kann.

    mfg Claudia Tamler

    • Dennis Hundt
      18. März 2012 - 18:28 Antworten

      Hallo Frau Tamler,

      im Grunde hat sich Ihre Vermieterin schon korrekt verhalten. Allerdings ist die Abrechnungsfrist für 2010 schon seit dem Jahreswechsel 2011/2012 abgelaufen. Sie als Mieterin haben weiterhin ein Recht auf eine korrekte Abrechnung, Ihr Vermieterin kann allerdings keine Nachzahlung mehr fordern.

      Zwei Punkte müssen Sie jetzt beachten:

      1. Die Kaution muss zurückgezahlt werden, da es keine Nachzahlung aus 2010 mehr geben kann. Zur Abrechnungsfrist siehe auch §556 BGB.

      2. Ihre Vermieterin muss über die Nebenkosten abrechnen, dazu ist sie verpflichtet.

      Ok, nun ist es einfach diese beiden Punkte in einem Brief zu verfassen und an Ihre Vermieterin zu senden. Das Problem ist, dass diese nicht reagiert. Ich denke, Sie kommen hier alleine nicht mehr weiter. Sie brauchen einen Anwalt, der für Sie ein Schreiben aufsetzt und die Auszahlung und die Abrechnung mit Nachdruck einfordert.

      Ich denke, das sollte reichen, um an Ihr Geld / Ihr Recht zu kommen. Ein einfaches Anwaltsschreiben kostet nicht die Welt. Mailen Sie mir, gerne empfehle ich Ihnen einen Anwalt. Die Abwicklung kann ohne weiteres telefonisch, per E-Mail oder Post erfolgen. Für einen Anwalt keine große Sache.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Florian
    21. März 2012 - 16:47 Antworten

    Guten Tag Herr Hundt,

    ich bin am 01.06.2011 aus meiner Wohnung ausgezogen. Bei der Übergabe würde ein Protokoll erstellt, es gab einen Mangel an der Wohnung, dem ich zustimmte auf eigene Kosten durch den Vermieter reparieren zu lassen. Nun habe ich bis heute keinerlei Kostenvoranschlag oder Rechnung erhalten, auch eine Betriebskostenabrechnung ist bis jetzt nicht bei mir angekommen. Ich habe seit dem Auszug nichts mehr von meinem Vermieter gehört.

    Die 6-monatige Frist ist nun ja schon abgelaufen. Meine Frage, wie lange darf der Vermieter diesen Mangel geltend machen? Verlängert sich bei so einem Fall die Frist? Es wurde bis Dato natürlich auch noch keine Kaution erstattet.

    • Dennis Hundt
      21. März 2012 - 22:31 Antworten

      Hallo Florian,

      ich denke, Sie sollten Ihren Vermieter zur Auszahlung der Kaution auffordern. Die Frist ist abgelaufen, Sie haben ein Recht auf Rückzahlung. Wenn Ihr Vermieter die Tür repariert hat, wird es Ihnen den Aufwand nachweisen müssen und mit der Kaution verrechnen. Aber Achtung, einen Teil der Kaution kann Ihr Vermieter auch noch länger als sechs Monate einbehalten. Für eine mögliche Nebenkostennachzahlung aus 2011. Für diese Abrechnung hat Ihr Vermieter bis Ende 2012 Zeit.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Alexandra Amsel
    28. März 2012 - 23:28 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    ich habe meine Wohnung im letzten Jahr zu Ende Oktober gekündt. Die anschließenden drei Monate Kündigungsfrist konnte ich sparen, da ich einen Nachmieter fand, den der Vermieter akzeptierte. Ich zog also Ende Oktober aus und die Nachmieterin übernahm, wie gesehen, die Wohnung und erklärte sich bereit selbst zu renovieren, da sie dringend einziehen wollte. Bei der Wohnungsübergabe verwies der Makler mehrmals bei der Nachmieterin auf von mir angebrachte Styroporstuckleisten, die sie jedoch übernehmen wollte. Die Nachmieterin unterschrieb den Mietvertrag, renovierte, hinterlegte eine Kaution und zahlte Miete. Ich wartete nur noch auf die Rückzahlung meiner Kaution.
    Aus gesundheitlichen Gründen kündigte die Nachmieterin bereits nach zwei Monaten wieder die Wohnung. Der Vermieter möchte nun von meiner Kaution Kosten für die Beseitigung der Stuckleisten abziehen. Meine Nachmieterin ist nicht mehr zu erreichen, da sie in psychologischer stationärer Behandlung ist. Ihr Vater vertritt ihre „Ansprüche“ und weigert sich beim Auszug seiner Tochter die Leisten zu entfernen. Ich habe in mehreren Gesprächen mit dem Vater und dem ehemaligem Vermieter versucht meine Kaution zu erhalten. Leider bis heute (März) ohne Erfolg.
    Kann ich nun zur Entfernung der Leisten sowie zu einer Renovierung herangezogen werden, obwohl bereits eine Nachmieterin in der Wohnung wohnte und malerte?

    • Dennis Hundt
      30. März 2012 - 14:25 Antworten

      Hallo Frau Amsel,

      danke für Ihren Kommentar. Sie haben die Wohnung übergeben, Vermieter und Nachmieter waren offensichtlich einverstanden. Natürlich können Sie nicht mehr für die Stuckleisten „belangt“ werden. Diese sind in das Eigentum Ihrer Nachmieterin übergegangen. Diese muss die Leisten entfernen bzw. der Vermieter muss die Entfernung mit der Nachmieterin regeln und im Zweifel die Mietkaution dafür verwenden. In meinen Augen eine ganz klare Sache.

      Die Frage ist nun, wie haben Sie die Übergabe abgewickelt? Schriftlich? gibt es eine Vereinbarung? Das wäre natürlich der beste Fall. Aber selbst wenn nicht, haben alle Parteien konkludent gehandelt und die Situation offensichtlich so akzeptiert.

      Im Zweifel brauchen Sie rechtlichen Beistand um die Kaution mit Nachdruck von Ihrem Vermieter zurück zu fordern.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Michael
    31. März 2012 - 22:41 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    ich selbst bin Vermieter einer Wohnung. Die Mieter sind jetzt nach ca. 1 Jahr ausgezogen. In diesem Jahr haben die Mieter selbst umfassende Renovierungsarbeiten durchgeführt, die von mir auch genehmigt wurden. Es wurde allerdings nur besprochen was renoviert werden soll. Es wurden aber keine Absprachen über die Durchführung gemacht.
    Leider hat sich jetzt beim Auszug der Mieter herausgestellt, dass die Renovierungsarbeiten sehr schlecht und teilweise mit großen Mängeln durchgeführt wurden. Dadurch weist die Wohnung nun Schäden auf, die wir beheben müssen.

    Die größten Schäden sind:
    – Fließen wurden direkt auf einen PVC-Boden gelegt und die Fugen bröckeln heraus, da sich die Fliesen bewegen.
    – Vorhandene Fliesen im Bad und die Badewanne wurden mit einem Lack gestrichen, der jetzt abbröckelt.
    – An vielen Stellen in der Wohnung wurden keine Sockelleisten angebracht, sodass nun Rillen zur Wand hin existieren in denen sich Dreck ansammelt.
    – Die Wohnung wurde allgemein in einem sehr schmutzigen Zustand übergeben.

    Wir haben leider kein Übergabeprotokoll verfasst. Nun möchten wir die Kaution einbehalten, um damit die schlimmsten Schäden zu beheben.
    Können Sie mir Auskunft geben, wie die rechtliche Lage ist? Können wir bedenkenlos die Kaution einbehalten oder können die Mieter eventuell über einen Anwalt die Kaution zurückfordern, da sie ja die Wohnung „renoviert“ haben und wir ursprünglich unser Einverständnis gegeben hatten.

    Vielen Dank für Ihre Hilfe

    Viele Grüße
    Michael

    • Dennis Hundt
      1. April 2012 - 12:44 Antworten

      Hallo Michael,

      der Fall ist wirklich schwierig und erschreckend zugleich. Eins vorweg: Natürlich wäre es besser gewesen, den Umfang der Renovierung schriftlich zu fixieren und auch bei Ein- und Auszug ein Übergabeprotokoll zu erstellen. Das Fehlen dieser Schriftstücke bringt jetzt enorme Schwierigkeiten mit sich.

      Ich vermutet, mit Ihrer Zustimmung zur Renovierung geht einher, dass der Mieter fachlich korrekt arbeitet. Da wäre natürlich ein deutlicher Pluspunkt für Sie als Vermieter.

      Zudem haben Sie im Bestfall im Mietvertrag eine wirksame Regelung zu den Schönheitsreparaturen vereinbart. Hieraus ergibt sich, in welchem Zustand die Wohnung übergeben werden muss.

      OK, viel mehr kann ich zu den Formalien gar nicht schreiben.

      Was sollten Sie jetzt tun?

      Ich an Ihrer Stelle würde dem Mieter mit Nachdruck auffordern die Wohnung in einem ordnungsgemäßen Zustand zu versetzten. Der Mieter sollte nacharbeiten. Setzen Sie eine Frist (z.B. 14 Tage). Weisen Sie darauf hin, dass Sie die Wohnung ansonsten von Handwerkern in Stand setzen lassen werden und die Kosten von der Kaution abziehen. Dann ist der Mieter am Ball. Bessert er nach oder akzeptiert er die verlorene Kaution?

      Im schlimmsten Fall holt er sich die Kaution mit einem Anwalt zurück und bezieht sich darauf, dass kein Renovierungsstandard vereinbart war, dass er die Wohnung unrenoviert übernommen hat (evtl.?) und das Sie bei der Übergabe den Zustand (angeblich) so akzeptiert haben. „Schließlich haben Sie noch nicht mal ein Protokoll erstellt…“. Und vielleicht ist Ihre Klausel zu den Schönheitsreparaturen sogar unwirksam.

      Sie merken, es ist alles sehr kompliziert. Sie können sicherlich versuchen die Kaution einzubehalten, ob Sie allerdings damit durchkommen ist vollkommen offen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Michael
    1. April 2012 - 14:00 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    vielen Dank für Ihre ausführliche Anwort.

    Wir können leider nicht so verfahren, wie Sie beschrieben haben, da die Nachmieter bereits eingezogen sind.
    Wir hatten eine Vorabnahme gemacht, bei der mündlich vereinbart wurde was renoviert werden muss. Dazu gehörte die Tapete dort auszubessern, wo die Katze gekratzt hatte und die herausgebröckelten Fliesen neu auszufugen (angeblich mit einem „flexiblen“ Mörtel, der jetzt trotzdem wieder herausbröckelt). Die Tapete wurde an den verkratzten Stellen ausgetauscht, allerdings mit einer viel feineren Raufasertapete, was man jetzt deutlich sieht.

    Die fehlenden Fußleisten kann ich auch selbst mit geringem finanziellen Aufwand anbringen. Die sind nicht das größte Problem.
    Die Beschädigungen im Bad (Fliesen und Badewanne) haben wir aber bei der Übernahme nicht gesehen, da die Mieter Bade- und Duschmatten ausgelegt hatten, damit wir die Beschädigungen nicht sehen.
    Ich bereue es inzwischen sehr, dass wir keinerlei schriftliche Vereinbarungen getroffen haben, aber daran kann man jetzt leider nichts mehr ändern.
    Sehen Sie ein Chance, dass wir wenigstens für die Reparaturen im Bad (was vermutlich die teuersten werden), die Kaution einbehalten können, da die Mieter offensichtlich versucht hatten, die Mängel vor uns zu verbergen?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe!

    Viele Grüße

    Michael

    • Dennis Hundt
      1. April 2012 - 14:30 Antworten

      Hallo Michael,

      grundsätzlich haben Sie nach § 548 sechs Monate Zeit, Ihre Ansprüche gegen den Mieter geltend zu machen. Natürlich könnten Sie versuchen, sich darauf zu berufen, dass der Mieter die Mängel im Bad verstecken wollte. Die Frage ist halt, ob es realistisch ist, dass der Mieter noch Nachbesserungen vornimmt. Zur Nachbesserung müssen Sie Ihn wie gesagt samt Frist auffordern – anschließen könnten Sie erst die Kaution verwenden.

      In der Summe alles sehr schwierig. Sie könnten sich natürlich anwaltlichen Rat einholen und dann tatsächlich halbwegs rechtssicher agieren. Es kommt auch darauf an, wie der Mieter so tickt. Wenn der Mieter Ärger sucht, werden Sie es schwer haben. Möglicherweise kommen Sie aber auch damit durch, einen Teil der Kaution einzubehalten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Steffi
    10. April 2012 - 00:02 Antworten

    Hallo.
    Ich habe zum 30.06.2012 unsere Wohnung gekündigt. Jetzt schreibt uns der Vermieter das er laut Paragraf 11 der Satzung nach Feststellung der Bilanz für das Geschäftsjahr 2012, die Rückzahlung im Juni 2013 vornehmen will. Ist das richtig so? Ich habe immer Nebenkosten plus Heizung monatlich voraus gezahlt und bin fast immer die Woche allein gewesen und kaum daheim, wegen der Arbeit. Ich Brauch die Kaution für die neue Wohnung.
    Kann mir jemand helfen?

    • Dennis Hundt
      10. April 2012 - 11:59 Antworten

      Hallo Steffi,

      Ihr Vermieter muss Ihnen die Kaution binnen sechs Monaten nach Mietvertragsende (also bis Ende Dezember 2012) zurück zahlen. Nur einen kleineren angemessenen Teil darf er bis zur Abrechnung des Jahres 2012 einbehalten (also bis Ende 2013). Als angemessen würde ich 1 bis 2 Nebenkostenvorauszahlungen ansehen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Margot
    25. April 2012 - 16:22 Antworten

    Ein herzliches Hallo,
    es kann auch Vermieter treffen. Wir haben eine Wohnung vom Mieter übernommen, ohne Beleuchtung gegen 18.00 Uhr. Es wurde in nicht geschlossener Wasseranschluss festgestellt. Gemeinsam wurde aufgewischt und eine Schüssel darunter gestellt. (Die Mieter hatte 5 Tage zuvor die Küche abgebaut und waren seitdem nicht mehr in der Wohnung.) Leider hat mein Mann das Übergabeprotokoll schon vorher unterschrieben, ich war zur OP im Krankenhaus. Am nächsten Morgen, als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, sah ich die Bescherung. Das Laminat in der Küche und Flur waren an den Nahtstellen gequollen. Sofort haben wir den Mieter benachrichtigt, der kam, nahm paar Bretter aus, fotografierte und versprach seine Versicherung zu benachrichtigen, vertröstete uns 10 Tage lang.
    Er rührte sich aber nicht mehr, verlangte nur die einbehaltene Kaution zurück. Wir hatten viel Ärger, zwei Wohnungen nass, mehrere Wochen Trocknunsgeräte, Mietminderung des oberen Mieters und jetzt Klage auf Zahlung der Kaution: Es wären nur drei Bretter feucht gewesen, den Schaden hätten wir uns selber zugefügt,
    Es geht vor Gericht. Er sagt, seine Versicherung hätte ohne Besichtigung eine Regulierung abgelehnt. Es trifft also nicht immer nur den Mieter. Gibt es eine Chance auf Gerechtigkeit?

    • Dennis Hundt
      26. April 2012 - 09:45 Antworten

      Hallo Margot,

      danke für den ausführlichen Kommentar. Sie haben ganz Recht, man kann auch mal als Vermieter – der vermeintlich am längeren Hebel sitzt – Pech haben. Wenn Sie schon vor Gericht waren und es ein Urteil gibt, ist der Fall wohl abgeschlossen und die „Gerechtigkeit“ im Sinne des Gerichts hergestellt.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Heiko Wittkuhn
    25. April 2012 - 17:57 Antworten

    Guten Tag Herr Hundt,

    gibt es einen Unterschied bezüglich Mietkaution zwischen privat und geschäftlich gemieteten Räumen.

    Grüße
    H. Wittkuhn

    • Dennis Hundt
      26. April 2012 - 09:25 Antworten

      Hallo Herr Wittkuhn,

      ja, es gibt Unterschiede. Bei geschäftlichen Mietverträgen verhandeln Kaufleute, hier können Sie so ziemlich alles vereinbaren. Zum Beispiel die Höhe der Kaution: drei Warmmieten + MWST (Bruttowarmmiete) sind in geschäftlichen Mietvertragen keine Seltenheit.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Marina
    22. Mai 2012 - 20:31 Antworten

    Hallo Herr Hundt,
    bin am 1.12.06 in einer Wohnung in Köln eingezogen und damals 620 Euro Kaution bezahlt. Nach 5 Jahren spontan entschieden für ein Jahr nach Australien zu fahren. Mit der Planung der Reise ging alles sehr schnell, also hab ich mit dem Vermieter telefonisch besprochen, dass ich Ende des Monats ausziehen werde. Drei Wochen vor dem Auszug hab ich auch ein Brief zugeschickt, der leider 2 mal zurückgekommen ist, da die Adresse falsch war.
    Bei der Übergabe der Wohnung war alles in Ordnung und der Vermieter war damit einverstanden, dass ich meine Kaution nach der Betriebsabrechnung bekommen werde. Allerdings habe ich nach meiner Rückkehr erfahren, dass noch keine Rückzahlung erfolgt ist. Beim Telefonat mit dem Vermieter erfuhr ich, dass er die Kaution einbehalten hat, weil ich die Kündigungsfrist nicht ein gehalten hab.
    Ich habe leider nirgendwo gefunden, ob er da im Recht ist. Kann ich den da was machen?

    • Dennis Hundt
      23. Mai 2012 - 20:36 Antworten

      Hallo Marina,

      die Situation ist nicht so einfach einzuschätzen. Sie könnten so argumentieren: Der Vermieter hat der nicht fristgemäßen Kündigung konkludent mit der Übergabe der Wohnung zugestimmt. Man könnte annehmen, dass Sie eine Art Mietaufhebungsvertrag geschlossen haben.

      Leider scheint es um die gesamte Beweisfähigkeit auf beiden Sieten nicht gut zustehen. Vielleicht haben Sie einen Zeugen, der Sie unterstützen kann. Wenn der Vermieter der vorzeitigen Auflösung des Mietverhältnisses tatsächlich (konkludent) zugestimmt und die Wohnung möglicherweise auch schon weiter vermietet hatte, sehe ich keinen Grund die Kaution einzubehalten.

      Leider müssen Sie jetzt die nächsten Schritte einleiten. Entweder Sie überzeugen den Vermieter selbst oder Sie müssen sich einen Anwalt zur Hilfe holen.

      Soviel zu meiner Einschätzung,

      Viele Grüße.

      Dennis Hundt

  • Regold
    31. Mai 2012 - 16:38 Antworten

    Hallo,
    wir sind aus unserem Haus ausgezogen. Es wurde ein Übergabeprotokoll angefertigt und alles als OK abgestrichen. Die neuen Mieter Wohnen auch bereits im Haus. Bisher habe ich meine Mietkaution auch nicht wieder erhalten. Nebenkostenabrechnung wurde ebenfalls alles erledigt. Es sind keine Forderungen seitens des Vermieters offen. Wie lange hat er dann Frist zur Rückzahlung?

    Danke und viele Grüße

    • Dennis Hundt
      31. Mai 2012 - 17:20 Antworten

      Hallo Regold,

      der Vermieter hat bis zu sechs Monate nach Mietvertragsende Zeit, die Mietkaution zurück zu zahlen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Regold
    31. Mai 2012 - 17:38 Antworten

    Hallo,
    danke für die schnelle Antwort. Na das ja ein Ding…… naja ich freue mich auf die Zinsaufstellung die er mir liefern muss.

    Danke und liebe Grüße

  • Matthias Richter
    13. Juni 2012 - 09:48 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    meine Mietkaution (bzw. meiner 2 Mitbewohner) behält die Hausverwaltung ein, da wir zwei unserer Meinung nach nicht gerechtfertigte Forderungen noch nicht bezahlt haben:

    1. Etwa eine Woche vor Auszug ist ein Duschhahn abgebrochen. Die Armatur war alt und es war (unserer Meinung nach) Verschleiß, es war nur eine Frage der Zeit, bis er abbricht. Im Mietvertrag steht, dass Kleinreparaturen unter 100€ vom Mieter, ansonsten vom Vermieter getragen werden.
    Der Vermieter sicherte uns zu nur den Griff auszutauschen (um somit unter den 100€ zu bleiben) tauschte aber die komplette Mischbatterie aus (ca. 200€) und notierte das in der Rechnung.

    Wir haben ihn darauf aufmerksam gemacht, dass der Betrag ja nun laut Vertrag vom Vermieter getragen werden müsste. Antwort: Ein Griff ist noch nicht von allein abgebrochen, deswegen muss von Beschädigung ausgegangen werden.

    2. Eine weitere Forderung über 180 € für weiße Streichfarbe, die der Verwalter den Nachmietern gekauft hat. Die Wohnung wurde ungestrichen mit ein paar Flecken an den Wänden übernommen, im Vertrag steht bei Auszug „besenrein hinterlassen“ (das hatten wir extra so ausgehandelt, weil der Zustand eben nicht der beste war. Der Vermieter hat dann in den Vertrag trotzdem geschrieben „weiß gestrichen“ bei Auszug, woraufhin wir noch einmal hin sind, um den Vertrag auf „besenrein“ zu ändern. Ein paar Flecken sind an der Wand dazugekommen. Mit Verweis auf den Vertrag haben wir geschrieben, dass wir nicht zahlen wollen.

    Antwort des Vermieters: Wir sollen froh sein, dass die Nachmieter die Streicharbeiten übernommen haben, da die Wand nun Flecken und sogar Beschädigungen hatte.

    Zudem schrieb er, dass sämtliche Forderungen auf das Minimum begrenzt sind und er daran festhalten wird.

    Meine Einschätzung ist also, dass er sich auch nicht darauf einlässt, dass wir beispielsweise die Farbe zahlen, den Duschhahn aber nicht. Werde mich beim Mieterschutzbund anmelden, auch im Hinblick auf zukünftige Mietsachen.

    Meine Frage nun: Besteht bei einer Klage Aussicht auf Erfolg, die Kaution wiederzubekommen, dh. lohnt sich der Aufwand? (Wer muss beweisen, dass wir den Hahn beschädigt/nicht beschädigt haben; müssen wir die Renovierungsarbeiten tragen?) Mit welchen Kosten kann man rechnen?

    Für sämtliche Ratschläge/Einschätzungen bin ich sehr dankbar, auch wenn das nur über die Schilderungen bestimmt nicht einfach ist.

    Mfg
    Matthias

    • Dennis Hundt
      13. Juni 2012 - 18:17 Antworten

      Hallo Matthias,

      danke für die ausführliche Schilderung. Ich kann schlecht einschätzen wer bei welchen Punkten im Recht oder Unrecht ist, aber ich schreibe Ihnen meine Meinung dazu.

      1. Wenn Sie den Duschhahn nicht vorsätzlich abgebrochen haben, sehe ich die Pflicht beim Vermieter, da die Kosten über die vereinbarten Kleinreparaturen hinaus gehen. Ist der Schaden nicht dem normalen Gebrauch zu zuordnen, könnte eine Regulierung über Ihre private Haftpflichtversicherung möglich sein.

      2. Wenn Sie eine besenreine Übergabe vereinbart haben, dann gilt diese Vereinbarung auch. Wenn Sie die Wohnung nicht über das normale Maß hinaus abgenutzt / beschädigt haben, brauchen Sie sich natürlich auch nicht an den Renovierungskosten zu beteiligen.

      Im Grunde können Sie nur einen Anwalt einschalten. Ich fürchte jedoch, dass bereits der erste Schriftverkehr des Anwalts zwischen 50 und 100 Euro verschlingen wird. Ggf. ist des Fall damit schon erledigt, wenn allerdings mehr Aufwand nötig ist, wird es sich schlichtweg nicht lohnen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Matthias Richter
    15. Juni 2012 - 12:48 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    vielen Dank schonmal für die schnelle Antwort.

    Bei dem Duschhahn weiß ich leider nicht, wer im Endeffekt beweisen müsste, ob das Verschleiß/vorsätzliche Beschädigung war. Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Handwerker, der mit dem Verwalter einen engen Kontakt pflegt im Ernstfall aussagen würde, dass das nur durch Beschädigung passiert sein kann.

    Die besenreine Übergabe haben wir genau aus dem Grund vereinbart, weil die Wohnung vorher nicht renvoviert war und die Wände einige dunkle Stellen/Flecken hatte. Nur ist auch hier schwer zu beurteilen, inwiefern sich der Zustand verschlechtert hat, das könnte ja nicht mal ein Gutachter, da ein vorher-nachher Vergleich nicht möglich ist (keine Bilder).

    Nur noch eine Frage: Beim Einschalten eines Anwalts bleibt man auch auf den Kosten sitzen? Der Vermieter hat nach unserem ersten Schreiben bereits klar deutlich gemacht, dass er beide Forderungen in keinem Fall zurückziehen wird. Nur mal angenommen, es würde eine gerichtliche Auseinandersetzung geben, besteht letztendlich Chance auf „Schadensersatz“?

    Verstehen Sie mich nicht falsch, normalerweise forciere ich solche Auseinandersetzungen auf keinen Fall, wenn man sich allerdings so im Recht fühlt und der Verwalter derart auf stur schaltet (das war nicht der erste Fall) kann ich nicht reinen Gewissens nachgeben und den vollen Betrag überweisen. Auch wenn ich langsam das Gefühl bekomme, dass es so ausgehen wird.

    Schönen Gruß,
    Matthias

    • Dennis Hundt
      15. Juni 2012 - 20:55 Antworten

      Hallo Matthias,

      die normale Abnutzung der Wohnung ist mit der Mietzahlung abgegolten, gerade bei der besenreinen Übergabe. So ist es zum Beispiel auch beim Teppichboden.

      Wenn Sie einen Anwalt einschalten, der Ihnen einen Brief aufsetzt, tragen Sie die Kosten. Kommt es zum Prozess trägt der Verlierer die Anwaltskosten des Gewinners (meines Wissens nach).

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Matthias Richter
    22. Juni 2012 - 12:08 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    vielen Dank für die Auskunft, werde wohl beim Mietschutzverein Mitglied werden und mich dort auch noch einmal beraten lassen.

    Danke,
    Matthias Richter

  • Tim Möllenberg
    12. Juli 2012 - 20:24 Antworten

    Hallo!

    Ich habe auch eine Frage bezüglich Rückzahlung der Mietkaution. Wir haben ein Übergabeprotokoll ohne Mängel, im Nachhinein soll angeblich ein Fenster zerkratzt und sogar ein Dachfenster zerbrochen gewesen sein, sowie diverse andere Dinge. Ich hatte einen unabhängigen Zeugen bei der Übergabe mit dabei, meine Frau als Mitmieterin habe ich deshalb gar nicht erst mitgenommen. Soweit so gut, ich denke aufgrund des Übergabeprotokolls muss er die Kaution theoretisch auszahlen, das will er aber nicht. Wir hatten zum Mietvertrag eine Zusatzvereinbarung unterschrieben, dass wir wegen der Anschaffung eines Hundes einen Zaun errichten, welcher nicht näher definiert war. Er wollte erst keinen Hund im Haus, wenn wir jedoch einen Zaun ziehen, hätte er nichts dagegen. Das Grundstück ist ziemlich groß und es befindet sich noch ein weiteres Haus darauf. Die Art und die genaue Lage des Zaunes sollte dann irgendwann noch festgelegt werden. Unser Vermieter hat sich lange Zeit nicht gerührt und es war immer unklar wie das werden soll, da eine weitere Erschließung des Grundstücks geplant war. Irgendwann meinte er einen teuren Gittermattenzaun haben zu wollen welches uns zu teuer war und haben das abgelehnt. Dann haben wir eine neue Wohnung gesucht und sind ausgezogen. Es gab wegen der Kautionsrückzahlung nach dem Auszug bereits anwaltliche Tätigkeit die irgendwann im nichts endete und ich müsste jetzt klagen. Neben den im Nachhinein monierten Mängeln möchte er auch das Geld für den nach unserem Auszug errichteten Zaun anteilig recht hoch von uns bezahlt haben. Jetzt würde ich nur gern mal wissen, ob das rechtlich überhaupt möglich ist, da ein Zaun erst nach unserem Auszug errichtet wurde. Selbst wenn wir seinerzeit selbst einen Zaun gezogen hätten, wir hätten ihn bei Auszug gegen Abstand überlassen oder wieder abgebaut und anderweitig verkauft.

    Für eine grobe Einschätzung wäre ich dankbar.

    Gruß, Tim Möllenberg

    • Dennis Hundt
      12. Juli 2012 - 22:39 Antworten

      Hallo Herr Möllenberg,

      Sie haben ein Übergabeprotokoll ohne Mängel. Ihr Vermieter könnte nur noch gegen Sie aufgrund von versteckten Mängeln vorgehen. Die Mängel scheinen aber offensichtlich zu sein, von daher gehe ich von einer mangelfreien Übergabe aus.

      Zu dem Zaun kann ich leider nicht viel sagen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Vermieter damit durchkommt. Schließlich hätte er während der Mietzeit bereits nachdrücklich auf die Errichtung eines Zaun bestehen und Sie im Zweifel anmahnen müssen. Ich denke bevor er den Zaun selbst errichten ließ, hätte er Sie ebenfalls zur Erfüllung des Vertrages auffordern müssen. Zudem gehe ich davon aus, dass die Kosten des Zauns in keinem angemessnen Verhältnis zu der Miete stehen, die Sie über die Mietzeit gezahlt haben.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Adriana
    17. Juli 2012 - 22:56 Antworten

    Hallo,
    wir sind im August 2008 in eine Wohnung gezogen. Es kam neuer Boden rein und auch die Fenster sollten neu gemacht werden, so die Vermieterin. Diese waren undicht und voller Schimmel. Wir sind im Oktober 2011 ausgezogen, weil noch mehr Mängel hinzukamen. Diese Mängel waren: Schimmel in der ganzen Wohnung, Feuchtigkeit, kaum Warmwasser oder dauert länger als eine Minute bis es kommt, Klingel ging oft nicht, Boden und Wände kaum isoliert (Architektin war da), Heizrohre in der Wand sehr laut, Eingangstür zur Wohnung undicht und zieht, auf dem Fußboden konnte man nichts legen, weil es darunter nass wurde, kein Hausordnung wurde eingehalten, sodass ich schon nachts Polizei rufen musste, und nachts immer offene Tür zum Hof, im Keller sind die Fenster immer offen (gibt auch nix zum zu machen nur Gitter davor) deswegen sehr kalter Boden. Die Fenster wurden ebenfalls nicht ausgetauscht, das sogar im Winter sich eis darin befand. Darauf hin haben wir Bilder gemacht und sind zum Anwalt, weil der Vermieter sich trotz mehrmaliger Aufforderung etwas zu tun nix tat. Wir haben dann miete gekürzt, erst 20% mit Aufforderung vom Anwalt die Schäden zu beheben, Vermieter tat nix. Dann sind wir auf 50% bis zum Auszug. Jetzt kämpfen wir darum unsere Kaution wieder zu bekommen, er hält sie ein wegen der mietminderung. In dem Mietvertrag steht drinnen das der Vermieter die Kaution nicht mit Mietrückstande ausgleichen darf und die Wohnung hat er ebenfalls verkauft. Ich möchte gerne einen zweiten Rat einholen, da unser Anwalt meint es sähe schlecht aus wenn wir vor Gericht gehen, aber ich seh nicht ein dem Vermieter Geld zu schenken obwohl er nix behoben hat. Wie sehen sie das hätten wir eine Chance? Ich danke schon mal für ihre Antwort. Mit freundlichen Gruß Adriana

    • Dennis Hundt
      18. Juli 2012 - 15:17 Antworten

      Hallo Adriana,

      ich kann Ihren Fall aus der Entfernung leider schlecht einschätzen. Im Zweifel sollten Sie auf die Meinung des Anwalts vertrauen, schließlich kennt dieser Ihren Fall sehr genau. Viele mehr kann ich Ihnen leider nicht schreiben.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Martin Büchner
    19. Juli 2012 - 12:52 Antworten

    Guten Tag Herr Hundt,

    wir haben unser Mietverhältnis in unserer alten Wohnung gekündigt . Am 24.06.2012 kam es zur Übergabe es gab auch ein Übergabeprotokoll ind dem folgende Mängel festgehalten wurden zum eine beschädigte Tür (kümmert sich die Versicherung) und zum anderen das Nachmalern der Ecken und Ränder. Sonst war alles in Ordnung. Nun sagt die Vermieterin im nachhinein das Waschbecken hätte einen Sprung und fragt uns wie es dazu kam oder ob es damals einfach vom Hausmeister nicht erfasst wurde im Einzugsübergabeprotokoll. Das Waschbecken war heil als wir ausgezogen waren. Mittlerweile war nun auch eine Tischlerfirma in der Wohnung zwischen unserer Übergabe und dem heutigen Datum und wir wissen jetzt nicht ob man uns jetzt einen Schaden anhängen will oder müssen wir den Schaden trotzdem bezahlen ?

    • Dennis Hundt
      19. Juli 2012 - 14:14 Antworten

      Hallo Herr Büchner,

      genau aus diesem Grund erstellt man ja ein Übergabeprotokoll. Hier werden alle Schäden festgehalten und die Gefahr für weitere Schäden geht gewissermaßen auf den Vermieter über. Sie sollten sich ganz klar auf das Übergabeprotokoll beziehen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Martin Büchner
    19. Juli 2012 - 15:32 Antworten

    Vielen Dank für die Information.

  • Jenni
    19. Juli 2012 - 22:51 Antworten

    Hallo Herr Hundt.

    Ich habe auch einige Fragen und hoffe sie können mir weiterhelfen.
    Wir (2 Erwachsene, 2 Kinder, 5 und 1 Jahr) haben unsere 3 Zimmer Wohnung nach fast genau 3 Jahren fristgerecht zum 31.08.2012 (1. September 2012) gekündigt . Soweit ist auch alles klar. Zum Einzug haben wir eine Kaution von 700.- Euro hinterlassen.
    Da wir ab 28.07.2012 schon umziehen, um die alte Wohnung renovieren und sauber und in Ordnung verlassen zu können, müssen wir ab 01.08.2012 in der neuen Wohnung auch schon Miete bezahlen, was uns bewusst war/ist.
    Es wurde mit dem Vermieter und dem Nachmieter besprochen, das wir zum 24.08.2012 eine Übergabe veranlassen und somit auch mit der Renovierung fertig sind. Wir müssen also auch nicht mehr die volle Kaltmiete von 350,- Euro bezahlen sondern nur noch 262,50 Euro für den Monat August, denn den rest übernimmt der Nachmieter.
    Jetzt haben wir diese Woche die NK-Abrechnung für 2011 bekommen und die Nachzahlung entspricht 480,50 Euro. Nur haben wir jetzt noch nicht mit der NK-Abrechnung von 2011 gerechnet weil wir erst im Februar 2012 die NK-Abrechnung vom Jahr 2010 bekommen haben.
    Können wir die NK-Abrechnung für 2011 auch in Raten bezahlen oder meinen sie, diese wird dann mit der Kaution verrechnet ? Es steht aber auch die Abrechnung für 2012 noch aus doch diese bekommen wir ja dann eigentlich erst nächstes Jahr, oder?
    Wie soll ich mich verhalten, was soll ich tun?
    Soviele Zahlen, aber ich hoffe sie verstehen und wissen was ich meine!

    Liebe Grüße Jenni

    • Dennis Hundt
      20. Juli 2012 - 09:10 Antworten

      Hallo Jenni,

      leider haben Sie kein Recht auf Ratenzahlung. Sie können den Vermieter darum bitten, annehmen muss er Ihre Bitte aber nicht. Wenn er auf eine Einmalzahlung besteht und Sie zahlen nicht, müssen Sie auf jeden Fall damit rechnen, dass der Betrag von der Mietkaution einbehalten wird.

      Also, bitten Sie um Ratenzahlung. Viele Vermieter lassen sich im eigenen Interesse darauf ein.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Jenni
        20. Juli 2012 - 09:21 Antworten

        Hallo Herr Hundt,

        danke für die schnelle Bearbeitung. Ich werde versuchen, mit meinem Vermieter eine Vereinbarung zu treffen!

        Danke. LG Jenni

  • Martin Büchner
    2. August 2012 - 09:40 Antworten

    Guten Tag Herr Hundt,

    ich habe nochmal eine Frage und zwar geht es um den Austausch der kaputten Tür. Durch einen Unfall ist das Türblatt zu Schaden gekommen. Das Problem ist das es diese Tür von dem Hersteller nicht mehr gibt und der Vermieter sagt jetzt er müsse die ganze Tür mit Zarge tauschen in eine andere Farbe. Das Problem ist das der komplette Austausch natürlich teuerer ist. Meine Frage ist muss ich den kompletten Austausch der Tür mit Zarge jetzt nun zahlen oder zahle ich nur das kaputte Türblatt? Ich kann ja nun mal nichts dafür das die Tür in der gewünschten Farbe nicht mehr existiert.

    Mit freundlichen Grüßen

    Herr Büchner

  • Ronny Pampuch
    10. August 2012 - 12:20 Antworten

    Guten Tag Herr Hundt,
    ich habe eine Frage zu meiner Kaution. Ich bin am 31.10.2011 aus meiner damaligen Wohnung ausgezogen und warte seit dem auf meine Kaution. Trifft es zu, dass man nach Ablauf der 6 Monate Zinsen vom Vermieter verlangen kann? Und wenn ja, in welcher Höhe?
    Mit freundlichen Grüßen,
    R. Pampuch

  • Jan O.
    17. August 2012 - 17:31 Antworten

    Guten Tag,

    ich habe eine Eigentumswohnung vermietet und diese vor kurzem verkauft.
    Als ich meiner Mieterin die Wohnung anbot, verzichtet Sie auf einen Kauf und reichte sofort eine Kündigung ein. Sie zog dann 1 Monat später in die Wohnung direkt darunter und zahlte dann auch keine Miete mehr. Die Wohnung wurde zum 17.07. verkauft und inklusive 3 monatiger Kündigungsfrist, hätte sie noch bis zum 30.07.2012 Miete zahlen müssen. Der neue Eigentümer war auch bereit so lange zu warten.
    Die Kaution betrug 1050 Euro und die monatliche Miete (kalt) 520 Euro incl. Nebenkosten (die ich voraus gezahlt habe) 630 Euro. Nach meiner Rechung komme ich auf ca. 1000 Euro an offenen Forderungen.
    Was muss ich tun, bzw. wie kann ich bei der Bank nachweisen, dass mir das Geld zu steht?

    Gruß
    Jan O.

    • Dennis Hundt
      17. August 2012 - 22:25 Antworten

      Hallo Jan,

      wenn Ihre Mieterin auszieht ohne die Kündigungsfrist zu beachten, macht sich die Mieterin wohlmöglich schadensersatzpflichtig. Schließlich kann die Mieterin nicht das Mietverhältnis vorzeitig (einseitig) beenden.

      Vielleicht sollten Sie sich zur Klärung rechtlich beraten lassen. Viel mehr kann ich dazu leider nicht schreiben.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Peter Schneider
    21. August 2012 - 13:36 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    ich wende mich in folgendem Fall ratsuchend an Sie:

    Mietbeginn 01.10.2011
    Mietende durch formal korrekte Kündigung 31.03.2012

    Tatsächliche Räumung zum 01.03.12. Danach Leerstand bis 24.03.12
    Wohnungsübergabe an Nachmieter 24.03.2012
    Abnahme der Wohnung durch Vermieter ebenfalls 24.03.12. Es wurde ein Übergabeprotokoll angefertigt, welches die ordnungsgemäße, mängelfreie Übergabe bescheinigt.
    Die Sicherheitsleistung erfolgte über Aval seitens einer Bank. (Höhe: 2 Monatskaltmieten a 700 EUR).
    Die Nebenkosten als Abschlagszahlung beliefen sich auf 100 Euro monatlich. Hierbei ist anzumerken, dass Heizöl selbst gekauft werden musste (es handelt sich um ein Miet-EFH).

    Somit stellen nur Grundsteuer, Wasser/Abwasser, Müll und Schornsteinfeger
    Haftpflichtversicherung und Heizungswartung Nebenkosten dar.

    Um dieses Aval geht es. Trotz fernmündlicher und zweimalig schriftlicher Aufforderung das Aval an uns herauszugeben, reagiert der Vermieter nicht. Wir wissen, dass die Rückgabe einer Sicherheitsleistung unter bestimmten Umständen bis zu 6 Monate dauern kann. Allerdings sind uns eben keine „Umstände“ bekannt.

    Da der Vermieter in keiner Weise irgendwelche Forderungen geltend oder sonstwie geartete Ankündigungen gemacht hat, resp. macht, gehe ich davon aus, dass es keinen Grund für den weiteren Einbehalt des Avals gibt.
    Das Rückhalten des Avals geht nun in den fünften Monat nach formalem Ende des Mietvertrages.

    Wir können uns das Verhalten des Vermieters nur dadurch erklären, dass er wütend über die kurze Mietdauer ist. Außerdem gab es eine Unstimmigkeit bez. des Wasserverbrauches. Hier hatte der Vermieter selbst den Zähler bei unserem Einzug nicht abgelesen und behauptet nun, dass ein so geringer Wasserverbrauch wie wir im mitgeteilt haben, nicht möglich sei. Wir jedoch können den tatsächlichen Verbrauch nachweisen.

    Was kann man noch tun?

    • Dennis Hundt
      22. August 2012 - 07:45 Antworten

      Hallo Peter,

      der Vermieter kann sich erstmal vollkommen unproblematisch 6 Monate Zeit lassen die Kaution zurück zu erstatten. Erst dann wird es interessant. Selbst nach den 6 Monaten kann immer noch ein kleiner Teil des Kaution einbehalten werden – für eine mögliche Nachzahlung aus 2011 und 2012.

      Ich würde also die 6 Monate abwarten, dann nochmals schriftlich an den Vermieter herantreten. Wenn er dann nicht reagiert brauchen Sie in meinen Augen anwaltliche Hilfe. Ein kurzes Schreiben eines Anwalts für oft zur Freigabe das Kaution.

      Viel mehr werden Sie aktuell nicht tun können.

      Beste Grüße

      Dennis Hundt

  • J.Schmidt
    23. August 2012 - 23:50 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    darf ein Vermieter trotz Übergabeprotokoll in dem nur von Schimmelbefall in der Küche und sonst waren keine Mängel aufgelistet, die komplette Kaution von 640 Euro einbehalten? Auf unsere Anfrage bekammen wir folgendes Schreiben:

    Zum Thema Kaution muss ich Ihnen Folgendes mitteilen:

    Die Wohnung war nach Ihrem Auszug in einem sehr verwahrlosten Zustand (mehrere unabhägige Zeugen sowie Fotos vorhanden). Daher waren vor den eigentlichen Renovierungsarbeiten (Gesamtkosten ca. 8500,-€) maßgebliche Vorarbeiten erforderlich. Neben der Beseitigung des Schimmelbefalls in der Küche gehören hierzu die Instandsetzung des beschädigten Rolladens, die Entfernung extremer Verunreinigungen in Küche, Bad (WC), Heizkörper etc.. Der Gesamtbetrag für diese Vorarbeiten beläuft sich auf 1173,-€ und übersteigt den Kautionsbetrag deutlich. Daher entfällt auch die Rückzahlung der zuviel gezahlten NK für 2011 (47,79€, Die Abrechnung geht Ihnen mit der Post in den nächsten Tagen zu)

    Ist das ok?

    Danke

    • Dennis Hundt
      24. August 2012 - 18:27 Antworten

      Hallo Frau Schmidt,

      in meinen Augen kann der Vermieter nur die Mängel beseitigen und mit der Kaution verrechnen, die auch im Übergabeprotokoll erfasst wurden. Uns selbst hier müsste er Sie erst zur Nachbesserung auffordern. Ich würde empfehlen sich rechtlich beraten zu lassen. Das (bis auf den Schimmel) mangelfreie Übergabeprotokoll kräftigt Ihre Situation meiner Meinung nach erheblich.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • S. Schäfer
    31. August 2012 - 13:34 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    Meine Familie ist am 29.02.2012 aus einer Wohnung ausgezogen. Diese war laut Übergabeprotokoll in einem sehr ordentlichen Zustand. Die Hausverwaltung meinte da alles ok war, würde die Kaution recht schnell freigegeben werden. Nach 3 Monaten fragten wir das erste mal nach wo die Kaution bleibt und haben da nebenbei erfahren daß das gesamte Mietobjekt an einem neuen Eigentümer verkauft wurde und sie nunmehr nicht mehr für die Kaution zuständig sind. Die Dame von der ehemaligen Hausverwaltung kannte noch nicht mal die neue Telefonnummer und so musste ich mir diese Mühsam im Internet raussuchen. Da ich arbeitsmässig sehr eingespannt bin, fuhr meine mutter in meinem Auftrag zur neuen Hausverwaltung und fragte nach was mit der Kaution sei. Die meinten dann, es würde noch dauern, da sie die Unterlagen alle noch nicht hätten und vorher können sie die Kaution nicht auszahlen. Wir sollen noch Geduld haben.
    In regelmässigen Abständen wurden wir nun vertröstet wenn wir nachfragten und auch haben wir keine Kaution erhalten. Nun haben wir ende August und damit sind dann 6 Monate seit dem Umzug um und so langsam möchten wir unsere Kaution mal wiederhaben. Zumal uns damals bei der Vorabnahme gesagt wurde, wenn mir nicht renovieren (wände weißen) dann würden sie mit Absicht die Kaution 6 Monate einbehalten. Wir wussten das wir dazu nicht verpflichtet sind, dachten aber das wir so schneller an die Kaution kommen die 800€ beträgt . So haben wir dann neben der Renovierung der neuen Wohnung auch noch die alte piko bello wieder hergestellt, ich habe mir dabei noch eine langwierige Verletzung der Hand zugezogen und im endefekt alles umsonst da wir immer noch auf das Geld warten und das alles umsonst war.

    Wie sieht jetzt hier die rechtslage aus? Müssen wir noch länger warten da es einen Eigentümerwechsel gab? Die Endabrechnung für das Jahr 2011 steht noch aus, dauerte aber immer sehr lange bis die kam und die letzen Jahren haben wir immer um die 200€ zurückbekommen. Ich weiß das der Vermieter einen Teil noch einbehalten darf aber trotzdem hätten wir gerne den Rest jetzt auch gesehen. Erst eine Aufforderung zur Kautionsrückgabe schreiben oder gleich zum Anwalt oder einen Mahnantrag stellen. Was ist ihr Rat?

    Mit freundlichen Grüßen

    S. Schäfer

    • Dennis Hundt
      2. September 2012 - 19:23 Antworten

      Hallo Frau Schäfer,

      danke für den ausführlichen Kommentar. Ich würde schriftlich um die Auszahlung der Kaution bitten (bis auf einen kleinen Teil, der länger einbehalten werden kann). Setzen Sie eine Frist, z.B. 14 Tage. Wenn das nicht fruchtet, würde ich in der Tat einen Anwalt bitten ein ähnliches Schreiben mit mehr Nachdruck an die Hausverwaltung zu senden.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Quan
    10. September 2012 - 14:48 Antworten

    Guten Tag,
    ich bin zum 31.September 2011 aus meiner Wohnung ausgezogen und habe einen Nachmieter gefunden. Ich habe damals mit dem Makler das Übergabe Protokoll angefertigt: einziger Mangel: Briefkastenschlüssel verloren und habe mit Ihm ausgemacht, es über meine Kaution abzuziehen (1050€ −50€). Auf meine Frage hin, wann meine Kaution zurückgezahlt werde, antwortete er: in der Regel 1-3 Monate. Nach ca 9 Monaten habe ich eine E-Mail geschrieben und mir antwortete die Dame bei der Verwaltung, dass sie mir „gerne die Mietkaution zurückzahlen“, aber sie bräuchte meine Kontodaten.
    Habe daraufhin gleich geantwortet und meine Kontodaten mitgeteilt. Seitdem passierte nichts.
    1 Woche später schrieb ich erneut eine E-Mail um mich zu erkundigen, wie weit die Bearbeitung sei. Keine Antwort. 1 Monat danach (03.Sept. 2012) schrieb ich erneut eine E-Mail und frage nach, wo meine Kaution bliebe. Heute am 10. September wurde ich ungeduldig und rief dort direkt bei der Verwaltung in Wien an und hatte die Frau von der E-Mail am Aparat und sie antwortete auf jede meiner Fragen pampig mit „ich habe es weitergeleitet“, auf die Frage hin,wieso sie mir das nicht schon per Mail geantwortet habe,kam erneut ein „ich habe es weitergeleitet“. Es war wie mit einem Roboter. Wütend legte ich auf und schrieb eine Beschwerde Mail an die Verwaltung über diese Kollegin.

    Was kann ich da jetzt noch tun? Wer weiß, ob ich meine Kaution überhaupt noch wiedersehe.

    viele Grüße
    Tran

    • Dennis Hundt
      11. September 2012 - 18:22 Antworten

      Hallo Tran,

      wenn Sie per E-Mail, Post und telefonisch nicht weiterkommen, bleibt Ihnen nur der Rechtsweg. Wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie die Kaution mit Hilfe eines Anwaltsschreibens schnell und unkompliziert zurückerhalten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Quan
        12. September 2012 - 17:46 Antworten

        Danke sehr,
        ich werde es versuchen =)

  • J.Wittke
    8. Oktober 2012 - 08:08 Antworten

    Hallo,

    ich bin zum 1.Juni 2012 aus meiner Wohnung ausgezogen. Seitdem warte ich auf die Rückzahlung der Kaution. Bei der Wohnungsabnahme wurden keine Mängel festgestellt. Auch habe ich im März 2012 eine schriftliche Bestätigung erhalten, dass ich keine offenen Mietschulden habe und auch sonst keine berechtigten Forderungen offen sind. Lediglich die Nebenkostenabrechnung von 2011 und 2012 liegt noch nicht vor. Dies ist jedoch das Verschulden der Hausverwaltung! Auf schriftliche Anfragen hin werde ich immer vertröstet mit dem Satz: “ die Abrechnung wird in den nächsten Wochen erstellt.“ Habe ich hier noch einen andere Wahl, als einen Anwalt einzuschalten?

    Was noch wichtig sein könnte, im Juli sind Nachmieter eingezogen.

    Gruß
    J. Wittke

    • Dennis Hundt
      8. Oktober 2012 - 13:13 Antworten

      Hallo Frau Wittke,

      einen Anwalt brauchen Sie nicht einschalten. Die Verwaltung hat bis zu sechs Monate Zeit die Kaution zurück zu zahlen. Einen Teil der Kaution kann die Verwaltung auch bis zur Abrechnung des Jahres 2012 (spätestens bis Ende 2013) einbehalten (für eine mögliche Nachzahlung aus den Nebenkosten).

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • J.Wittke
        9. Oktober 2012 - 15:26 Antworten

        Herzlichen Dank für die Auskunft!

  • Seidel Brigitte
    31. Oktober 2012 - 10:01 Antworten

    Hallo, Ich bin zum 15.08.12 in eine Wohnung eingezogen. Der Vermieter hat zu der Wohnung die Gartennutzung mit meinen Hunden bestätigt. Die Kaution wäre mit seinem Einverständnis erst zum 15.11.12 zu zahlen. Nun aber gab es einen Wohnungswechsel in der Wohnung unter mir und nun sprach der Vermieter denen die Nutzung des Gartens zu und ich kann nun diese Grünfläche mit meinen Hunden nicht mehr nutzen. Aus diesem und ein paar anderen Gründen habe ich die Wohnung gekündigt. Der Vermieter besteht nun darauf, obwohl mein Auszug zum 31.01.13 fest ist auf die Zahlung der Kaution. Ich bin durch einen Unfall nun berentet, der geschah kurz vor dem Einzug und bekomme die Kaution nicht zusammen. Ich bat den Vermieter davon Abstand zu nehmen, da ich ja nur kurz in der Wohnung war, doch er besteht auf die Zahlung. Versuche nun die Kaution beizubringen, doch was passiert, wenn ich es nicht schaffe noch vor Auszug ihm die Kaution zu übergeben? Er hat angeblich das Recht diese längerfristg zu behalten und beruft sich darauf. Problem für mich ist dann auch wieder in der neuen Wohnung wegen der Kaution Probleme zu bekommen, wenn ich diese nicht vom Vermieter zurück bekomme. Reden kann man mit dem Mann nicht und soziales Verständnis braucht er mir keins entgegen zu bringen. Kann er mir trotz meiner Kündigung nun auch fristlos noch kündigen so wie es ja rechltich möglich ist? Leider bekomme ich als Rentner kein BAnkdarlehen und keine Bankbürgschaft, diese Versuche sind bereits gescheitert weil meine Rente nicht sehr hoch ist.

    • Dennis Hundt
      31. Oktober 2012 - 11:29 Antworten

      Hallo Brigitte,

      Sie haben sich im Mietvertrag zur Zahlung der Kaution verpflichtet und müssen diese nun auch zahlen. Ob eine Nichtzahlung zu einer fristlosen Kündigung durch den Vermieter führen könnte, kann ich Ihnen leider nicht sagen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Richard Zerban
    2. November 2012 - 13:27 Antworten

    Hallo Herr Hundt,
    Vielleicht können Sie mir ja helfen.
    Es geht um zwei verschiedene Dinge:
    1. Im Mai diesen Jahres sind wir aus einer Wohnung ausgezogen. Wir hatten bei Einzug eine Monatsmiete Kaution bezahlt, die der Vermieter gleich für seine Schulden verwendet hat. Die letzte Monatsmiete brauchten wir nicht zu zahlen, sie wurde mit der Kaution verrechnet. Allerdings ist in der Wohnung ein Schaden entstanden, eine Fliese am Kachelofen ist zersprungen. Der Vermieter hat daraufhin eine neue Kachel bestellt, die bisher nicht eingetroffen ist. Zur Verrechnung der Fliese hat er 130 Euro zuviel gezahltes Wassergeld einbehalten. Darf er dies? Die Fliese muss aus Italien vom Ofenbauer kommen, dass kann Jahre dauern.
    2. In unserer jetzigen Wohnung haben wir festgestellt, dass das warme Wasser in Küche und Bad zu lange braucht, um anzukommen. Beim Nachmessen wurde festgestellt, dass jedesmal 20 Liter Wasser abfließen, bevor heißes Wasser kommt. Es wurde also keine Umlaufleitung eingebaut, was man allerdings bei dem Ater des Hauses erwarten kann. Bei der späteren Nebenkostenabrechnung zahlen wir das ungenutze kalte Wasser dann als Warmwasserverbrauch. Das Haus wurde zudem nicht von außen Isoliert. Dies haben wir allerdings erst letzte Woche bei dem plötzlichen Kälteeinbruch gemerkt. Die Heizung musste voll aufgedreht werden, damit es einigermaßen warm wurde. Was können wir tun?
    Vielen Dank für eine Antwort.

    • Dennis Hundt
      3. November 2012 - 13:47 Antworten

      Hallo Richard,

      1. Grundsätzlich sind der Schaden und die Nebenkostenabrechnung schon getrennt von einander zu betrachten. Die Frage ist aber, ob der Vermieter sich in der Praxis drauf einlassen wird Ihnen das Guthaben auszuzahlen und dann die Forderung für den Schaden selbst eintreiben zu müssen.

      2. 20 Liter Wasser sind sicherlich zu viel. Bitten Sie Ihren Vermieter um Abhilfe. Es kann ja auch nicht im Interesse des Vermieters sein, dass soviel Wasser verschwendet wird. Zudem werden die Wohnung durch den hohen Verbrauch in der Vermietung unattraktiver. Über die fehlenden Dämmung hätten sich Sie meiner Meinung nach vor dem Einzug informieren müssen. Es ist ja keine Seltenheit das Häuser nicht gedämmt sind.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Richard Zerban
        3. November 2012 - 17:38 Antworten

        Hallo Herr Hundt,
        vielen Dank für die Antwort.

        Zu 1. Wenn der Vermieter die Kaution für sich verbraten und nicht, wie gesetzlich vorgeschrieben, angelegt hat, ist es dann nicht seine Sache, dass Geld für die kaputte Kachel anzufordern und das Wassergeld zurück zu zahlen?

        Zu 2. Kann ich den Vermieter nicht zwingen, eventuell durch Ankündigung von Mietkürzung, diese
        (zugegeben erheblichen) Baumaßnahmen zu veranlassen, um Wasserkosten zu sparen? Schließlich ist schon jetzt absehbar, dass wir erhebliche Nachzahlungen leisten müssen. Dies mindert ja in erster Linie den Wohnwert für die Leute, die momentan in dem Haus wohnen. (Schaden für den Mieter) Meiner Nachbarin geht es genauso und die wohnt schon seit 6 Jahren hier. Sie sammelt das Wasser und gießt damit ihre Pflanzen. Mach ich auch, aber soviele Pflanzen wie Wasser hab ich nicht.
        Und, wie sieht es mit dem Energieausweis aus, kann ich den nach 6 Monaten noch verlangen? Bei der Unterzeichnung des Mietvertrages bin ich davon ausgegangen, dass das relativ neu aussehende Haus auch genügend isoliert ist. Ausserdem sind unter dem Haus Garagen und es ist immer fusskalt im Wohnzimmer. Habe gehört, im Winter sind sogar die Autos in der Garage zugefroren.
        Übrigens: In dieser Wohnung hat noch keiner länger als 6 Monate gewohnt. Wir wollen nicht ausziehen wegen der hohen Koutage, die wir bezahlen mussten.
        Danke für Ihre Antwort.
        Gruss richard

  • Anja Hännig
    16. März 2013 - 19:38 Antworten

    Hallo Her Hundt

    Ich bin im Juli aus einer Wohnung ausgezogen. Im Juni sollten die Zähler ausgetauscht werden, da diese zu alt waren und wohl nicht mehr den Standards entsprachen. Zu den vorgeschlagenen zwei Terminen war ich dauerhaft nicht anwesend in der Wohnung, sodass der 3. Termin kostenpflichtig für mich hätte werden sollen. Da der Austausch vor Auszug nicht mehr stattfnden konnte, wollte der Vermieter das umgehend veranlassen nach meinem Auszug und mir dann die Rechnung zukommen lassen.

    Ich habe im November dann mal nachgefragt, da ich auch die Kaution zurück haben möchte. Da hieß es es lag noch keine Rechnung oder Bestätigung des Auftrages durch die Firma vor, und somit könne das mit der Kaution noch nicht verrechnet werden. Wobe ich glaube, dass es immer noch nicht zu einem Austausch kam.

    Nun ist schon März und ich habe noch nichts wieder gehört und das halbe Jahr wo der Vermieter die Kaution einbehalten kann ist auch schon vorbei.

    Was kann ich tun?Darf er die Kaution noch länger einbehalten? Muss ich überhaupt die Kosten für so einen Austausch noch tragen?

    Wäre über jede Antwort dankbar, die mir helfen kann.

    Liebe Grüße

  • Pascal
    18. April 2013 - 19:03 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    wir freuen uns sehr, dass es jemanden wie Sie gibt, der mit seinem fundierten Wissen Hilfesuchenden vorab seine Meinung oder Ratschläge mit an die Hand gibt. Somit möchten wir Sie ebenso um Ihren Rat bitten um uns etwas Handlungssicherheit anzueignen.

    Wir werden in 6 Wochen aus unserer Wohnung ausziehen. Wir haben sie 12 Monate bewohnt und immer sehr pfleglich behandelt. Wir haben nun zwei Fragen an Sie und möchten uns im Voraus für Ihre Zeit und Rat bedanken.

    1. Wir haben die Wohnung nicht farblich verändert und sehr pfleglich behandelt. HAben ausschließlich Löcher für Lampen, Hängeschränlke und Regale gebohrt. Nun sind wir laut Quotenklausel auch zu anteiligen Schönheitsreparaturen verpflichtet. Wiir sollen die Wohnung in einem einwandfreien Zustand übergeben.

    – Müseen wir alle Bohrlöcher verspachteln ?
    – Wenn der Vermieter bei der Übergabe eventuell kleine Fehler finden sollte (trotz unserer fürsorglichen Beseitigung derselben) , uns dadurch einen Kostenvoranschlag zum Beseitigen der Fehler unterbreiten würde, darf er uns dann entfallene Mieteinnahmen aufbürden die durch den Verzug des Einzugstermoins für die Nachmieter entstanden sind?
    – In wie fern können wir so eine Quotenklausel / Kostenvoranschlag überhaupt gegenprüfen so dass uns der Vermieter nicht goldene Fussböden aufbrummt?

    2. Mietkaution: Wir haben bei unserer Wohnung 4000,-€ Mietkaution hinterlegen müssen. Wir werden am 31.05. ausziehen und die Nebenkostenendabrechnung erfolgt in der Mitte des Jahres.

    – Wie lange darf der Vermieter vor allem WIEVIEL der Kaution einbehalten? Hat er ein Recht auf das Einbehalten der kompletten Summe? Welchen Maßstab können wir als real ansehen um ihn auf die Auszahlung eines gerechtfertigten Teils der 4000,-€ anzusprechen?

    Mit freundlichen Grüßen
    Pascal

  • Dave
    26. April 2013 - 11:20 Antworten

    Hallo Herr Hundt,
    vielen Dank erstmal für Ihren hoch informativen Blog, denich mit Interesse lese.

    Nun zu meinem Anliegen: zum 01.04.2013 hat meine Freundin ihre Wohung an dern Vermieter übergeben. Als Kaution waren vor 6 Jahren 1050,00 EUR bar hinterlegt worden.
    Der Vermieter brachte die Nebenkostenabrechnung über den vollen noch ausstehenden Zeitraum direkt mit. Bei der Wohnungsübergabe wurden zwei kleine Mängel festgestellt (1 Sockelfliese gesprungen und der Beschlag eines Einbauschrankes fehlt, Kostenpunkt max. 80 EUR). Die Schäden wurden unsererseits anerkannt und der Haftpflichtversicherung der Mieterin genannt, da von Verschulden auszugehen ist. Sie werden wohl auch reguliert werden.

    Der Vermieter möchte nun 1.) die Kaution einbehalten da ja noch die Schäden nicht beglichen sind. Hat er das Recht dazu? Wir denken, dass er sie höchstens anteilig einbehalten darf, da die Schäden gering sind. Welche Höhe wäre hier angemessen und rechtens?

    2.) Hat er die Barkaution nicht angelegt und enthält uns die Zinsen vor. Welchen Zinssatz darf man hier ansetzen um zu errechnen was er uns schuldet? Die Angaben variieren von 0,5%-2% p.a.?

    Danke für eine Einschätzung Ihrerseits!

    Viele Grüße,

    Dave

    • Dennis Hundt
      28. April 2013 - 19:46 Antworten

      Hallo Dave,

      ich halte bei einem kleinen Schaden grundsätzlich eine einen angemessenen Einbehalt der Kaution für sinnvoll. Zudem muss die Kaution mit einen Zinssatz angelegt werden, der Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist entspricht. Die Zinsen im Nachhinein zu berechnen ist bestimmt nicht so einfach.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Ron
    1. Juni 2013 - 18:28 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    vielleicht können Sie mir meine Frage beantworten?!

    Ich bin Ende November aus meiner vorherigen Mietwohnung ausgezogen und dabei wurde ein Wasserschaden am Parkett festgestellt und im Übergabeprotokoll festgehalten. Ich habe den Schaden umgehend meiner Haftpflichtversicherung gemeldet, welche den Schaden regulieren würde. Leider trägt die ehemalige Hausverwaltung zur Regulation des Schadens nicht bei. Ich warte nun schon 6 Monate auf die Regulation des Schadens und auf die Auszahlung der hinterlegten Mietkaution. Ich habe mehrfach telefonisch um einen Beitrag zur Schadensregulation gebeten.

    Wie sollte ich als ehemaliger Mieter nun vorgehen? Hat die Hausverwaltung noch ein Recht zur Einbehaltung der Mietkaution? Kann ich meine Mietkaution zurückfordern? Telefonisch wurde mir die Auszahlung zugesagt, jedoch habe ich das Gefühl, damit nur hingehalten zu werden, da bereits mehrere Woche seitdem vergangen sind. Meine Versicherung äußerte mir gegenüber, dass ein Anspruch zur Schadensregulation 6 Monaten nach Auszug bzw. Erstellung des Übergabeprotokolls als „verjährt“ gilt. Ist diese Aussage korrekt?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

    Mit freundlichen Grüßen,

  • Julia
    25. Juni 2013 - 15:58 Antworten

    Guten Tag Herr Hundt,

    mein Ex-Vermieter hat meine Kaution in Höhe von 750,- nach meinem Auszug einbehalten, mit der Begründung der noch ausstehenden Nebenkostenabrechnung 2013. Jetzt habe ich die Nebenkostenabrechnung für 2012 bekommen und daraus hat sich ergeben, dass mein Vermieter mir etwas über 370,- ZURÜCK erstatten muss. Das hat er auch getan, zusammen mit einem Teil der Kaution. 300,- hat er weiterhin behalten mit der Begründung dass die Nebenkostenabrechnung 2013 noch aussteht. Dieser Grund hat für mich aber keinerlei Bestand mehr, bei einem solchen Plus, welches sich aus der abrechnung 2012 ergeben hat. Ich muss dazu sagen dass ich im Mai ’13 ausgezogen bin und es sich deshalb nur um eine paar Monate handelt für die die Abrechnung aussteht. Wie gesagt, wenn ich bei einer Ganzjahresabrechnung einen so hohen Betrag zurück bekomme, gibt es doch keinen Grund von einer Nachzahlung für ein paar Monaten auszugehen und dafür Kaution einzubehalten oder??

    Es wäre nett wenn Sie mir dazu eine Einschätzung schreiben könnten…
    Mit freundlichen Grüßen,
    Julia

  • Marc
    26. Februar 2014 - 14:44 Antworten

    Hallo,
    ich bin am 09.02.2013 aus meiner Wohnung ausgezogen-mängelfrei. Ich habe für den gesamten Januar und Februar die Nebenkosten in Höhe von jeweils 125€ bezahlt. Es wurden von der Kaution weitere 125€ einbehalten für evtl. Betriebskostennachzahlungen. Das ist verständlich. Dann kam vor einiger Zeit die Abrechnung für 2012 mit einer Nachzahlung in Höhe von 75€. Ich bat die Verwaltung darum diese 75€ mit den 125€ zu verrechnen, da ja laut Übergabeprotokoll klar zu erkennen ist, dass in dem Zeitraum vom 01.01.bis 09.02. keine Nachzahlungen zu erwarten sind. Sie lehnen es ab und sagen ich muss bis Ende diesen Jahres auf die Abrechung 2013 warten.
    Kann ich etwas tun oder muss ich die 75€ + 5€ Mahngebühren überweisen?
    Danke für Ihre Bemühungen.

  • Werner Alex
    30. August 2014 - 15:53 Antworten

    Hallo Herr Hundt.

    auch ich habe eine Frage zum Thema Mietkaution. Bei Anmietung der Wohnung in einem 2-Parteien-Haus vor 8 Jahren habe ich eine Mietkaution in Höhe von 1.000 Euro hinterlegt (die Warmmiete / Monat betrug all die Jahre über 750 Euro). Die Wohnung wurde zum 31.07.2014 fristgerecht gekündigt. Ich habe mich selbst um Nachmieter gekümmert, weil es mir wichtig war, einen Nachmieter zu finden, der bereit war, eine Abstandszahlung in Höhe von 1.600 Euro zu zahlen (für Laminat, Duschabtrennung, Sateliten-Anlage und Garteneinzäunung) und der natürlich vom Vermieter auch akzeptiert wird als Nachmieter. Diesen Nachmieter habe ich auch gefunden.

    Der Nachmieter hat mir am 18.04.2014 ein Schreiben unterschrieben, in dem er per Unterschrift sich damit einverstanden erklärt, dass er die Wohnung, wie gesehen, übernimmt und anfallende kleinere Renovierungsarbeiten, wie Bohrlöcher füllen und Streichen der Wände selbst ausführt. Dafür ist vereinbart, dass ihm 200 Euro von der Abstandszahlung erlassen werden, so dass sich eine Abstandszahlung von 1.400 Euro ergibt (die auch bereits bar bezahlt wurde). Zusätzlich wurde noch eine weitere Zahlung von 200 Euro vereinbart. Dies war die Kaufsumme für einen überlassenen Rasenmäher, der noch Garantie hatte. Die gesamt gezahlte Summe betrug somit 1.600 Euro.

    Am 24.06.2014 haben der Vermieter, der neue Nachmieter und ich im Büro des Vermieters das Protokoll zur Wohnungsübergabe ausgefüllt. Alle im Protokoll aufgeführten Räume bekamen den Vermerk „in Ordnung“. Bei den Feldern „Mängel“ und „Bemerkung“ wurde in keinem Fall eine Eintragung vorgenommen. Dieses Protokoll ist vom Vermieter und Nachmieter in meinem Beisein unterzeichnet worden.

    Ich warte seitdem auf die Auszahlung meiner Mietkaution (inkl. aufgelaufener Zinsen). Die Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2013 ist bereits geschehen und mir wurde am 25.08.2014 ein Guthaben in Höhe von 150,31 Euro auf mein Konto überwiesen (in all den Jahren vorher hatte ich ebenfalls immer eine Rückzahlung von Betriebskosten erhalten).

    Jetzt habe ich vor ca. 3 Wochen mal beim Vermieter nachgefragt, wann ich denn mit der Auszahlung der Mietkaution rechnen könnte. Er antwortete mir, dass der Nachmieter festgestellt hatte, dass an zwei Stellen Katzenurin unter das Laminat gelaufen seien. Ich hatte deshalb (wegen des Katzenurins) schon vorher ein klärendes Gespräch mit dem Nachmieter. Der war damit einverstanden, bei einer weiteren Zahlung meinerseits in Höhe von 100 Euro, die Sache als erledigt anzusehen und er würde den Schaden dann selbst beheben (zumal noch Restbestände des Laminats von mir mit übergeben wurden). Der Nachmieter will also die Rückzahlung der Mietkaution zurückhalten, bis die Sache für ihn geklärt ist.

    Ich weise nochmal daraufhin, dass ich sowohl ein Übergabeprotokoll für die Wohnung habe, das vom Vermieter und Nachmieter unterschrieben wurde (ohne Beanstandungen).

    Und ich habe ein vom Nachmieter unterschriebenes Papier, in dem der Nachmieter sich bereit erklärt, die Wohnung, so wie gesehen, zu übernehmen und für anfallende Renovierungsarbeiten selbst aufkommt (gegen ein Vergütung von 200 Euro).

    Und der Nachmieter hat nachträglich noch einmal von mir 100 Euro erhalten für das Beseitigen des Katzenurinschadens (Material wurde von mir gestellt).

    Worauf muss ich mich einstellen? Wie lange kann der Vermieter die Auszahlung der Mietkaution zurückhalten?

    herzlichen Dank und Gruß

    Werner Alex

    • Dennis Hundt
      1. September 2014 - 08:28 Antworten

      Hallo Werner Alex,

      danke für Ihren sehr ausführlichen Kommentar. iIh würde Ihnen hier gerne helfen, kann aber nur empfehlen, dass Sie sich durch einen Anwalt beraten lassen. Der Mietvertrag, alle Zusagen des Nachmieters und vor allem des Vermieters müssen geprüft und bewertet werden. Im Anschluss kann man einen „Fahrplan“ für das weitere Vorgehen erarbeiten und umsetzen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Sarah
    2. Dezember 2014 - 16:17 Antworten

    Hallo Herr Hundt,
    in meinem Fall ist es so, dass ich zweieinhalb Monate in der Wohnung meines Vermieters gewohnt habe. Er hatte mir das Untergeschoss seines Hauses vermietet. Der Mietpreis wurde samt Strom und Nebenkosten pauschal abgerechnet. Es wurde bei Einzug also auch kein Zähler abgelesen.
    Nun behält der Vermieter die Kaution also ohne jeden Grund ein. Es sind weder irgendwelche Schäden entstanden, noch wird eine Nebenkostenabrechnung stattfinden. Darf er die Kaution ohne jeden Grund trotzdem 6 Monate einbehalten?

  • Ben
    3. Mai 2016 - 16:20 Antworten

    Hallo,

    ein Thema, dass hier noch nicht behandelt wurde – vlt. habe ich es auch übersehen – ist folgendes:

    Mein ehemaliger Vermieter hat für Schäden, die durch mich in der Wohnung verursacht wurden und auch im Protokoll festgehalten sind, einen Teil der Kaution einbehalten.
    Wie lange hat er nun Zeit, die Schäden durch einen Handwerker beseitigen zu lassen?

    Seit meinem Auszug ist nun fast ein halbes Jahr vergangen und auf mehrmaliges Nachfragen werde ich immer nur mit der Info vertröstet, dass die Reparaturen noch nicht abgeschlossen seinen und er mir daher keine Rechnung zukommen lassen kann, die ich bei meiner Haftpflicht einreichen kann.

    Muss er bis zu einer bestimmten Frist die Reparaturen abgeschlossen haben?

    Hintergrund ist der, dass ich das Thema gerne abschließen würde.
    Ich habe aber weder eine Rechnung der Reparatur die ich bei der Haftpflicht einreichen könnte und so mein Geld bekommen würde noch weiß ich wann und ob die Reparaturen überhaupt durchgeführt werden.
    Gefühlt hat mein Vermieter Geld einbehalten, er macht aber nichts damit.
    Kann ich dagegen irgendwie vorgehen bzw. ihm eine Frist setzen?

    • Dennis Hundt
      4. Mai 2016 - 01:37 Antworten

      Hallo Ben,

      grundsätzlich würde ich nicht davon ausgehen, dass der Vermieter den Schaden überhaupt reparieren lassen will.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Ben
        4. Mai 2016 - 09:53 Antworten

        Hallo Herr Hundt,

        er hat mir immerhin einen Kostenvoranschlag vom Handwerker für die behebung des Schadens zukommen lassen.

        Kann ich ihm dann eine Frist setzten bis wann er entweder den Schaden behoben haben muss oder er mir mein Geld vollumfänglich erstattet?

  • Bernd Rietzler
    26. Oktober 2017 - 19:58 Antworten

    Hallo Herr Hundt, ich habe meiner Mieterin zum )1.05.2017 fristgerecht gekuendigt, sie ist auch zum 01.05. 2017 ausgezogen allerdings ohne zur Wohnungsuebergabe zu erscheinen. Ich habe ihr 400 der 550 Euro geleisteten Kaution ausbezahlt. Den Rest von 150 Euro habe ich fuer etwaige Nachzahlung bei den Nebenkosten einbehalten. Fuer das Kalenderjahr 2016 hat die Mieterin eine Rueckzahlung von 180 Euro erhalten, allerdings vom Vorbesitzer der Wohnung und sie hatte die Wohnung nur von ende Mai weg bewohnt, also in den warmen Monaten. Ich habe keine detaillierte Abrechnung fuer 2016 vorliegen, da ich erst seit Januar 2017 Eigentuemer der Wohnung bin.Jetzt droht mir der Anwalt der ehemaligen Mieterin mit Klage wegen der einbehaltrenen 150Euro, wie soll ich damit umgehen?

    • Dennis Hundt
      27. Oktober 2017 - 09:32 Antworten

      Hallo Bernd,

      suchen Sie sich Rechtsprechung, die besagt, dass Sie einen angemessenen Teil der Kaution für eine zu erwartende Nachzahlung bis zur Erstellung der Nebenkostenabrechnung einbehalten dürfen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Ferdinand
    5. Oktober 2018 - 10:46 Antworten

    Ich habe nach langem Auslandsaufenthalt eine Wohnung nur erhalten, indem ich die 12 Monate der Miete als Gesamtsumme als Kaution überwiesen habe. Dass dies nicht den gesetzlichen Vorschriften entspricht, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht und musste schnell eine Wohnung finden. Seit 3 Monaten bin ich nun aus der Wohnung ausgezogen, habe jedoch die hohe Kaution (im fünfstelligen Bereich) nicht zurückerhalten. Kann in diesem Fall durch einen Anwalt für Immobilienrecht die Kaution zumindest anteilig zurückverlangt werden oder muss ich die sechs Monate abwarten?

    • Dennis Hundt
      5. Oktober 2018 - 10:52 Antworten

      Hallo Ferdinand,

      Sie sollten sich dazu am besten an einen Anwalt wenden, der auf Mietrecht spezialisiert ist.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

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