Immer wieder stelle ich in Gesprächen mit Immobilieneigentümern fest, dass einige keine A-Z Hausverwaltung suchen, sondern vielmehr jemanden, der die Betriebskostenabrechnung erstellt. Gerade bei kleineren Miethäusern, bei denen sich der Vermieter selbst um seine Immobilie kümmern möchte, stößt dieser bei der Nebenkostenabrechnung oftmals an seine Grenzen.
Hausverwaltung
Jetzt gibt es drei Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen. Zum einen könnte der Eigentümer eine Hausverwaltung suchen und diese im Zweifelsfall nur mit der Betriebskostenabrechnung beauftragen. Wahrscheinlich ist das  der aufwendigste und teuerste Weg. Auf der anderen Seite kann man wohl davon ausgehen, dass die Abrechnung korrekt ist und den gesetzlichen Anforderungen entspricht.
PRO: hohe Rechtssicherheit
Betriebskostenabrechnung online
Die zweite Variante ist es, die Betriebskostenabrechnung online erstellen zu lassen. Hierfür bieten eine Hand voll Webseiten ihre Dienste an. Dort können die Eigentümer alle betriebskostenrelevanten Daten ein pflegen und anschließend die erstellten Abrechnungen direkt von der Seite downloaden. Die Verwendung von verschiedenen Umlageschlüsseln ist möglich, ebenso wie Mieterwechsel und Leerstände berücksichtig werden können.


PRO: günstig, schnell, ohne eigene Software
Software zur Abrechnung
Die dritte Möglichkeit ist es, sich eine Software zur Betriebskostenabrechnung zu kaufen und die Abrechnung am heimischen PC vollkommen in Eigenregie zu erstellen. Im Grunde gibt es keinen großen Unterschied zur Online-Betriebskostenabrechnung – die Softwarevariante wird in vielen Fällen teurer sein, insbesondere für kleinere Objekte. Zudem muss die Software in regemäßigen Abständen aktualisiert werden, um stets an der aktuellen Rechtssprechung dran zu bleiben.
Pro: schnell, günstig – wenn für viele Wohneinheiten angewandt


Fazit: Eigentümer, die keine Arbeit mit der Abrechnung haben wollen, sollten sich an eine professionelle Hausverwaltung wenden. Die Online- oder Softwareabrechnung setzt Grundwissen im Bereich der Betriebskostenabrechnung voraus, kann aber durchaus eine günstige Alternative sein.

1 Gedanke zu „Betriebskostenabrechnung erstellen“

  1. Wie hoch dürfen die Betriebskosten der Heizungsanlage sein ?
    eine Wohnanlage mit 7000m2 Wonfläche.
    Der Großteil der Wohneinheiten durchschnittlich 70m2.
    Eine gemeinsame Heizanlage für Warmwasserfußbodenheizung
    (Warmwasser individuell mit Durchlauferhitzer)
    Gasverbrauch immer um 500.000KW/h 46000,-€ Brutto
    Betriebskosten 32500,-€ Brutto
    Strom 5500.-€ Brutto
    DL- Anteil 11300.-€
    Verteilerschlüssel 70% / 30%
    Dem Gasverbrauch von 45800€ stehen Betriebskosten von 49300€ gegenüber.
    Die Heizanlage wird vom Verwalter als „Fernwärme“ betrieben und der Verwalter ist auch Eigentümer der Heizanlage

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