Mietkaution Rückzahlung

Bei der Vermietung einer Wohnung ist es üblich, dass der Eigentümer als Sicherheit eine Mietkaution verlangt. Diese ist in ihrer Höhe im Grunde frei verhandelbar, darf allerdings die Summe von drei Nettokaltmieten nicht übersteigen. Betriebskostenvorauszahlungen dürfen bei der Festlegung der Kautionssumme nicht berücksichtigt werden!

Bei einer 80-qm-Wohnung mit monatlicher Kaltmiete von 450 Euro könnte der Vermieter also eine Kaution in Höhe bis zu 1350 Euro zu Beginn des Mietverhältnisses verlangen. Eine Ratenzahlung (bis zu 3 Monatsraten) kann zwischen Mieter und Vermieter vereinbart werden (der Mieter kann auf die Zahlung in drei Raten bestehen!). Bei einer Barzahlung der Kautionssumme sollten Sie sich unbedingt eine Quittung ausstellen lassen!

Verwendung der Mietkaution

Die Mietkaution dient dem Vermieter als Mietsicherung. Er ist dazu verpflichtet, die ihm zu diesem Zwecke überlassene Geldsumme bei einem Kreditinstitut verzinst anzulegen. Es gilt hierfür der jeweils aktuell gültige Zinssatz für Spareinlagen. Der Vermieter muss die Kaution jedoch getrennt von seinen privaten Spareinlagen einzahlen.

Die Erhöhung der Kaution durch die Zinsen steht bei der Rückzahlung mit Mietkaution dem Mieter zu. Mieter und Vermieter können sich auch auf eine andere Anlageform der Kaution einigen, z.B. auf ein besonders zinsgünstiges Tagesgeldkonto.

Die Rückzahlung der Kaution

Der Vermieter muss nicht sofort bei Kündigung der Wohnung eine Rückzahlung der Kaution leisten. Er hat nach Kündigung des Mietverhältnisses Zeit, eventuelle Mängel an der Wohnung festzustellen. Für die Erstattung der Kaution hat er dann eine Frist von bis zu sechs Monaten einzuhalten.


Im Zweifelsfall, also wenn die Wohnung zum Beispiel sehr starke Schäden aufweist oder die Heizkostenabrechnung noch dauert (z.B. bei einem Auszug im Mai) aber mit fälligen Nachzahlungen des Mieters zu rechnen ist, darf der Vermieter einen angemessenen Teil der Kaution auch längere Zeit als Sicherheit einbehalten (mehr dazu unter: Mietkaution einbehalten, was kann man tun?).

Ist die Jahresabrechnung allerdings gemacht und beide Parteien sind sich darüber einig, dass die übergebene Mietsache frei von Mängeln ist, hat der Vermieter keine rechtliche Grundlage mehr, die Kaution weiter einzubehalten.



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