Kautionsrückzahlung

In aller Regel verlangen Vermieter die Hinterlegung einer Mietsicherheit in Form einer Kaution, welche den Vermieter für den Fall absichert, dass der Mieter seinen Verpflichtungen, wie beispielsweise das Zahlen der Miete, nicht nachkommt.

Die Kaution wird bei Vertragsabschluss fällig und die Kautionsrückzahlung erfolgt in der Regel nach Beendigung des Mietverhältnisses.

Soviel zu den allgemeinen Infos. Im Folgenden haben wir wichtige Fragen und Antworten zur Mietkaution und vorallem zur Kautionsrückzahlung zusammengestellt.

Wie hoch darf die Kaution maximal ausfallen und wie muss der Vermieter diese Anlegen?

Erwartet der Vermieter in Verbindung mit dem Vertragsabschluss eine Mietsicherheit, erfolgt die Zahlung der Mietkaution in der Regel als Barkaution oder Banküberweisung.

Kleine und Privatvermieter wählen oftmals die Barvariante, große Gesellschaften mit vielen Hundert Wohnungen ziehen in der Regel die Überweisung vor.

Alternativ kann die Mietsicherheit auch durch eine Bankbürgschaft erfolgen.

Die Kaution darf gemäß § 551 BGB nicht höher ausfallen, als das Dreifache der monatlichen Kaltmiete. Liegt die Kaltmiete einer Wohnung beispielsweise bei 300 Euro, so darf die Mietkaution eine Höhe von 900 Euro nicht überschreiten.


Der Mieter ist dazu berechtigt, die Kaution in drei Monatsraten zu zahlen, wobei die Fälligkeit der ersten Rate der Beginn des Mietverhältnisses ist.

Der Vermieter muss für die Kaution ein Kautionskonto anlegen, auf dem die gezahlte Kaution bis zur Kautionsrückzahlung verweilt. Dieses Konto muss getrennt vom restlichen Vermögen des Vermieters sein und verzinst werden. Hierbei gilt, dass der Zinssatz mindest so hoch sein muss, wie es bei einem Sparbuch mit dreimonatiger Kündigungsfrist der Fall ist.

Die während der Mietzeit auf das Guthaben angefallenen Zinsen müssen bei der Kautionsrückzahlung zusammen mit der ursprünglichen Kautionssumme an den Mieter ausgezahlt werden, sofern der Vermieter keinerlei Ansprüche mehr gegen den Mieter hat.

Faktencheck zur Kaution:

  • Kaution = maximal drei Monatskaltmieten
  • Die Zahlung in drei Raten ist möglich
  • Die Kaution muss getrennt vom Vermögen des Vermieters aufbewahrt werden
  • Für die Kautionsrückerstattung hat der Vermieter bis zu sechs Monate nach Mietende Zeit
  • Einen Teil der Mietkaution kann der Vermieter auch länger als sechs Monate für eine mögliche Nachzahlung aus der folgenden Nebenkostenabrechnung einbehalten

Bis wann muss eine Kautionsrückzahlung erfolgen?

Nach Ende der Mietzeit hat der Vermieter die Kaution in vollem Umfang und inklusive der hinzugekommenen Zinsen an den Mieter auszuzahlen, wobei dem Mieter keine Kontoführungsgebühren angerechnet werden dürfen.

Der Vermieter hat jedoch das Recht im Vorfeld etwaige Ansprüche zu Prüfen und erst im Anschluss daran die Kautionsrückzahlung zu veranlassen. Für die Prüfung steht dem Vermieter eine angemessene Zeit zu, welche jedoch in der Regel einen Zeitraum von 3 bis maximal 6 Monaten nicht überschreiten sollte.

Zusätzlich hat der Vermieter das Recht einen Teil der Kaution als Sicherheitsreserve beispielsweise für eine noch ausstehende Betriebskostenabrechnung einzubehalten und für den Rest der Summe eine Kautionsrückzahlung zu veranlassen. Der Vermieter kann einen Teil der Mietkaution einbehalten, bis er die Nebenkostenabrechnung erstellt hat.



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