Schädlingsbefall in der Wohnung: eine unangenehme Sache und in den meisten Fällen eine Aufgabe für einen fachkundigen Kammerjäger.
Mit welchen Kammerjäger Kosten man bei der Schädlingsbekämpfung rechnen muss, erfahren Sie hier im Artikel.
Mit der Beauftragung des Kammerjägers sollte man nicht zu lange warten, sonst können Ratten, Flöhen, Schaben und Co. zur echten Plage werden, von denen eine starke Gesundheitsgefährdung ausgehen kann.

Ungeliebte Mitbewohner selbst oder mit einem Kammerjäger bekämpfen?

Eine Wohnung kann von den unterschiedlichsten Schädlingen befallen sein, zum Beispiel von Gesundheitsschädlingen wie Mäusen, Ratten, Bettwanzen und Flöhen, von Vorratsschädlingen wie Brotkäfer oder Mehlmotte oder von Materialschädlingen wie Kleidermotten, Silberfischen oder Kellerasseln.


Handelt es sich um einen ausgeprägten Befall, ist von einem eigenständigen Bekämpfen abzusehen, da hier oft mehr Schaden als Nutzen angerichtet wird. Der Mieter muss den Vermieter über den Mangel in Kenntnis setzen, welcher dann einen Kammerjäger zur Ursachenbeseitigung bestellen muss. Die modernen Schädlingsbekämpfungsmethoden sind viel sanfter und umweltfreundlicher als früher und nur in den seltensten Fällen muss noch zu chemischen Keulen gegriffen werden, die ein Bewohnen der Wohnung für längere Zeit unmöglich machen.

Was kostet eine professionelle Schädlingsbekämpfung durch einen Kammerjäger?

Die Kammerjäger Kosten können pauschal nicht genannt werden, da sich der Preis aus vielen verschiedenen Faktoren zusammensetzt. So ist eine Schädlingsbekämpfung in Altbauten in den meisten Fällen aufwendiger und damit teuerer als in Neubauten.
Auch kommt es auf die zu reinigende Fläche und die Art des Schädlingsbefalls an. Ein sehr starker Befall macht oftmals einen mehrmaligen Besuch des Kammerjägers nötig, was natürlich auch zu einer Steigerung der Kosten führt.


Die meisten Kammerjäger wollen sich erst ein Bild der Situation machen, bevor sie die Höhe der anfallenden Kosten nennen. Als groben Richtwert kann man in etwa 100 – 150 Euro pro Stunde (inklusive der verwendeten Schädlingsbekämpfungsmittel) für die Schädlingsbekämpfung durch einen Kammerjäger veranschlagen.

Hier einige Beispiele: So kann…

  • ein Rattenbefall im Keller durchaus Kosten von 300 Euro,
  • ein starker Flohbefall in einer 100 qm großen Wohnung Kosten von 600 Euro verursachen.
  • Die Beseitigung eines Wespennestes kostet pauschal meist um die 40 – 50 Euro.
  • Taubenabwehr wird meist nach Metern berechnet und kostet je nach Verwendung von Netz oder Spikes zwischen 15 und 40 Euro pro Meter.

8 Gedanken zu „Kammerjäger Kosten“

  1. Dieser Artikel ist sicherlich sehr hilfreich. Besonders bei der Schädlingsbekämpfung ist viel Fachwissen und Erfahrung notwendig. Ein Laie weiß meist nicht welche Gifte er am besten einsetzten kann und in welcher Dosierung. Auch mit eventuellen Gesundheitsrisiken und der Eigengefährdung kennt er sich nicht wirklich aus. Grundsätzlich kann man aber davon ausgehen das je schneller man professionelle geprüfte Schädlingsbekämpfer holt umso weniger müssen diese arbeiten. Langes Hinauszögern gibt den Schädlingen nur Gelegenheit sich noch mehr zu vermehren. Je mehr Arbeit desto höher sind natürlich auch die Kosten. Oft ist es aber doch nicht so teuer und aufwendig wie es ein Laie im ersten Moment einschätzt.

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  2. Vielen Dank für die Informationen zu den Kostenhöhen.
    Wer trägt denn die Kosten innerhalb einer WEG bei einen Ungezieferbefall im Sondereigentum? WEG oder Eigentümer?
    Wenn z.B. Käfer eines Mieter sich durch die Planken des Bodens auch in die Zwischendecke begeben und ein Kammerjäger alles ausräuchert. Muss dann der Sondereigentümer, die WEG oder alle zahlen?

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  3. Gegen Silberfische gibt es auch einige Hausmittelchen, mit denen man die kleinen Viecher gut vertreiben kann. Frischen Lavendel zum Beispiel können Silberfische gar nicht riechen. Kartoffeln können als Köder ausgelegt werden, genau wie feuchte Tücher, die mit Zucker und Mehl bestäubt wurden und kleine Pappschachteln, die Honig enthalten Wichtig ist, dass die Lockmittel nachts wiederholt ausgelegt und tagsüber eingesammelt werden. Bei starkem Befall ist aber natürlich absolut Expertenhilfe gefragt! Liebe Grüße, Enrico

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  4. Die Kosten für einen Kammerjäger-Einsatz hängen von Art und Ausmaß des Schädlingsbefalls ab. Für den Spezialisten ist wichtig zu wissen, um welche Insektenart und ungefähre Menge an Schädlingen es geht. An welchem Ort treten die lästigen Tiere auf? Innen- oder Außenbereich? Dachboden oder Keller? Handelt es sich eindeutig um ein ganzes Nest oder treten die Tiere vereinzelt auf? Sind diese Fragen so weit es geht geklärt, kann der Fachmann eine unverbindlich Kostenspanne nennen. Bei unklarem Schädlingsbefall muss – oft gegen Erstattung der Fahrtkosten – die Situation vor Ort geprüft werden um sagen zu können mit welchen Kosten zu rechnen ist.
    Am besten wendet man sich einfach an einen Fachmann in der Nähe uns lässt sich telefonisch beraten, das kostet in der Regel nichts.

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  5. Wir haben Mäuse im Wohnzimmer. Mit einer herkömmlichen Falle haben wir schon 10 Stück gefangen. Jetzt wollen wir einen Kammerjäger beauftragen. Er macht einen Kostenvoranschlag von 750 Euro inc. MWST. Ist das nicht ein bisschen zu teuer???

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    • Hallo Larsson,
      vor Erteilung eines Auftrages ist es in der Tat immer sinnvoll, einige Angebote einzuholen. Ebenso wichtig ist es allerdings auch, nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
      Ein seriöser und erfahrener Schädlingsbekämpfer wird im Angebot detailliert auf die genauen Arbeitsschritte und verwendete Materialien eingehen. Es ist sehr wichtig die genauen Leistungen zu vergleichen und nicht nur am Ende auf den Preis zu schauen. Bevor überhaupt eine Preisschätzung erfolgen kann, sollte auch unbedingt eine Begehung und Einschätzung des Schädlingsbefalls stattfinden.
      Viele Grüße und alles Gute
      Gerhardt

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