Warmwasserkosten

Die Warmwasserkosten gehören neben den Heizkosten zu den großen Kostenfaktoren innerhalb der Wohnnebenkosten. Auch wenn die Warmwasserkosten durch ein entsprechendes Verbrauchsverhalten gesenkt werden können, so sind sie doch letztendlich von der Form der Warmwasserbereitung abhängig.

In den meisten Mietwohnungen wird das Warmwasser durch eine Zentralheizung, eine Gas-Etagenheizung oder einen Boiler beziehungsweise Durchlauferhitzer zur Verfügung gestellt.

Wie hoch ist der durchschnittliche jährliche Wasserverbrauch in Liter und Energie per Person?

Der durchschnittliche Verbrauch an Warmwasser per Person per Tag liegt bei rund 40 bis 50 Litern, wobei die genaue Menge sehr stark von den jeweiligen Gewohnheiten der Person und auch dem Alter abhängig ist. Je nach Lebensgewohnheit und dem Alter schwankt hier der tatsächliche Verbrauch zwischen 27 und 72 Litern per Person per Tag.

Gerade ein ausgiebiges Bad verursacht enorm viele Kosten: Durchschnittliche Badewannen fassen circa 180 Liter Wasser. Im Gegensatz dazu beträgt der durchschnittliche Wasserverbrauch bei einer Dusche nur ca. 40 Liter.

Die hierfür benötigte Energie beträgt etwa 500 bis 800 kWh per Jahr, welches abhängig von der Wassertemperatur ist. Der Verbrauch an Gas liegt bei etwa 50 bis 80 m³ per Jahr.

Wird zusätzlich noch eine Waschmaschine oder Geschirrspühlmaschine in Gebrauch genommen, erhöht sich der Jahresverbrauch nochmals um rund 500 kWh.

Wird das Warmwasser durch einen Boiler oder Durchlauferhitzer aufbereitet, so fallen hierfür entsprechende Stromkosten an. Diese sind abhängig vom jeweiligen Anbieter und dem gewählten Tarif.

Die Warmwasserkosten nach Heizungsart:

  • Bei einem durchschnittlichen Strompreis von etwa 24 Cent / kWh würden die Warmwasserkosten in Höhe von rund 120 bis 192 Euro pro Person im Jahr betragen (500 bzw. 800 kWh x 0,24 Euro).
  • Bei der Warmwasseraufbereitung mithilfe einer Gasetagenheizung fallen rund 50 bis 80 m³ Gas per Jahr für die Aufbereitung an. Bei einem durchschnittlichen Gaspreis von etwa 0,70 Euro per m³ liegen die Warmwasserkosten bei einer Gasetagenheizung bei rund 35 bis 56 Euro per Jahr (50 bzw. 80 m³ x 0,70 Euro).
  • Bei Wohnungen mit Zentralheizung werden die Warmwasserkosten in der Regel zusammen mit den Heizkosten abgerechnet. Im Idealfall befindet sich innerhalb der Wohnung ein separater Zähler, welcher den genauen Warmwasserverbrauch misst. Der so gemessene Energieverbrauch wird dann anhand einer speziellen Formel (§ 9 Heizkostenverordnung) genau berechnet. Ist dieses nicht möglich, werden seit Januar 2009 der Energiebedarf für die Herstellung von Warmwasser mit 32 kWh per m² Wohnfläche per Jahr berechnet. Diese Regelung gilt jedoch nur bis zum 2013, ab diesem Zeitpunkt muss der entsprechende Energiebedarf anhand eines Wärmemengenzählers erfasst und dementsprechend abgerechnet werden.

Kann man die Warmwasserkosten senken?


Eine Reduzierung der Warmwasserkosten ist in erster Linie durch das Einsparen an Warmwasser möglich. Auch das Absenken der Wassertemperatur verringert den Energiebedarf für die Erwärmung, welches sich letztendlich auf die entstehenden Kosten auswirkt.

Vorteilhaft ist auch der Einbau eines wassersparenden Duschkopfs, welches eine Verringerung des Warmwasserverbrauchs beim Duschen um bis zu 40 Prozent ermöglicht. Mehr hierzu auch im Artikel: Wasserverbrauch beim Duschen.

Die richtige Temperatureinstellung des Boilers ist ebenfalls für die Reduzierung der Warmwasserkosten verantwortlich.

Anhand einer sorgfältigen Verbrauchsanalyse lässt sich mit wenig Aufwand der tatsächliche Wasserverbrauch ermitteln, wonach eine Absenkung der Warmwasserkosten durchgeführt werden kann.

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