Unterschied von Wohnfläche und Nutzfläche

Oftmals ist in Mietverträgen von Wohnflächen und Nutzflächen die Rede. Doch viele Mieter wissen nicht, worin der Unterschied liegt und was es zu beachten gibt. Zu der Unterscheidung kommt es dadurch, dass ein Wohnhaus zumeist nicht nur aus reiner Wohnfläche besteht, sondern es auch Räume gibt, die zu anderen Zwecken genutzt werden, wie z.B. Keller oder Dachboden.

Was zählt zur Wohnfläche und was zur Nutzfläche?

Zur Wohnfläche zählen grundsätzlich alle Bereiche, die zu Wohnzwecken genutzt werden können, also alle Zimmer einer Wohnung, Küche und wohnungsinterne Nebenräume wie z.B. eine Speisekammer. Auch ein Balkon oder eine Terrasse kann mit bis zu 50 % ihrer Größe zur Grundfläche der Wohnung hinzugerechnet werden.

Zur Nutzfläche zählen alle flächenmäßigen Anteile eines Hauses, die der Nutzung des Gebäudes im Sinne seiner Zweckbestimmung dienen. Gemäß der DIN 277 gibt es 7 Hauptnutzflächen, die sich in folgende Bereiche gliedern:

  1. Wohnen und Aufenthalt
  2. Büroarbeit
  3. Produktion-, Hand- und Maschinenarbeit, Experimente
  4. Lagern, Verteilen und Verkaufen
  5. Bildung, Unterricht und Kultur
  6. Heilen und Pflegen
  7. Sonstige Nutzflächen

Des Weiteren verfügt ein Haus noch über technische Funktionsflächen und Verkehrsflächen. Diese werden nicht der Nutzfläche hinzugerechnet. So gehören z.B. ein Kellerraum oder ein Dachboden zur Nutzfläche, nicht aber ein Heizungsraum (weil technische Funktionsfläche) oder ein Treppenhaus (weil Verkehrsfläche).

Wohnfläche vs. Nutzfläche – Auf was noch geachtet werden muss

Die Wohnfläche ist Bestandteil der Nutzfläche eines Gebäudes. Die Berechnung der Grundfläche einer Wohnung ist in der Wohnflächenverordnung geregelt. So dürfen beispielsweise Keller- oder Fahrradräume nicht in die Wohnfläche einberechnet werden. Balkone oder Terrassen dürfen anteilig zwischen normalerweise 25 %, bei besonderer Qualität aber bis maximal 50 % berechnet werden.


Bei der Wohnflächenberechnung im Dachgeschoss muss man folgendes beachten: Beträgt bei Dachwohnungen die Raumhöhe unter zwei Meter, dürfen die Flächen auch nur anteilig berechnet werden: bei einer Höhe zwischen 1 m und 2 m zu 50 %, alles, was unter einem Meter liegt, darf gar nicht zur Grundfläche der Wohnung gezählt werden.



Artikel bewerten: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 17 Bewertungen mit 4,65 von 5 Sternen.
Loading ... Loading ...
Was gelernt? Empfehlen Sie uns weiter:

Hier Anwalt zu Ihrem Problem befragen