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Twittern für Makler – PRO und CONTRA

In den letzten Wochen wird in den einschlägigen Immobilienblogs immer häufiger über „Twitter und die Immobilienbranche“ berichtet. Bislang konnte ich nur positive News zum Thema lesen. So berichtete immobilienportal.com wie Makler Ihre Kundschaft regelmäßig mit Kurzexposés über Twitter auf dem Laufenden halten können. Das Immobilienportal Immobilo.de hat eine umfangreiche Zusammenfassung gebloggt, wie man als Makler einen Mehrwert aus Twitter ziehen kann. Es geht hier vor allem um die Veröffentlichung und Verbreitung von aktuellen Immobilienangeboten – also die Nutzung als Vertriebsmedium / Marketinginstrument – und um die Twitter Nutzung als Infomationsquelle. Beispielsweise gib es Accounts, die über Neuigkeiten aus dem Mietrecht und über andere Themen der Immobilienwirtschaft twittern.

Ich persönlich konnte mir noch keine echte Meinung zum Mehrwert bilden, den Twitter den Immobilienunternehmen bieten soll. Hierzu mein persönlich PRO und CONTRA zum Twittern für Makler.


CONTRA

  • Zu wenig News: Damit der Twitter-Account aktuell und somit attraktiv bleibt, wird die Veröffentlichung von bis zu 15 Kurznachrichten pro Tag empfohlen. Wirklich wichtige, lesenswerte Nachrichten eines Maklers sind in meinen Augen Verkäufe, Vermietungen, Reservierungen und neue Verkaufs- oder Vermietungsobjekte.  In einem klassischen Maklerunternehmen mit ein bis drei Mitarbeitern tut sich dahingehend sicherlich nicht genug um einen Twitter-Account mit genügend Nachrichten zu füllen.
  • Zu viel Zeit: Auch wenn es nur 140 Zeichen pro Nachricht sind, frisst das Twittern für den Makler Zeit. Der Fakt, dass man auch von unterwegs Twittern kann, ist zwar schön, ich glaube allerdings, dass nicht mal die Hälfte der Makler ein internetfähiges Handy hat, bzw. es nicht so umfassend bedienen kann.
  • Fehlende Internetaffinität: Der Makler ist Verkäufer und verkaufen tut man immer noch im persönlichen Gespräch. Ohne Frage ist das Internet das mit Abstand wichtigste Kontaktmedium, dennoch glaube ich, dass es den allermeisten Maklern und Kunden an Internetaffinität mangelt. Ich kenne zwar keine genauen Zahlen, aber mein subjektives Empfinden sagt mir, das die Twitter-User besonders aus dem Web2.0 Bereich kommen, Blogger sind oder ganz einfach Ihr Geld im Internet verdienen.

PRO

  • Twitter in der Nische: Ich sehe Twittern eher als Nischenmarketing für spezielle Maklerbereiche. Interessant könnte es zum Beispiel für Makler sein, die vorwiegend an junge Leute vermieten. Zudem sollte der Objektbestand ziemlich groß sein und in einer kleinen Region liegen, beispielsweise in einem Stadtteil. Nur so kann man die Informationen für seine gesamten follower interessant halten und für eine entsprechende Informationsdichte sorgen. Sprechen wir dann noch von einem Szenebezirk, ist die Zielgruppe in der Regel auch wesentlich Internetaffiner als der klassische Eigenheimkäufer.
  • Imageaufbau: Besser als für den direkten Vertrieb, eignet sich Twitter vielleicht für die Imagewerbung eines Unternehmens. Dies gilt wohl besonders, wenn man nicht nur mit Angeboten glänzt, sondern auch noch nützliche Informationen bietet. Man zeigt sich in der Öffentlichkeit, bietet kostenlose und gute Infos, macht etwas Neues, bleibt somit im Gespräch, bekommt sicherlich auch ein paar Links und erhöht den Traffic auf seiner Webseite. Mittelfristig kann sich das also auch positiv auf den Umsatz auswirken.

FAZIT:

Ich glaube nicht, dass sich Twittern unter Maklern als reiner Vertriebsweg durchsetzen wird. Vorstellen kann ich mir hingegen, dass man einen Account mit Fachwissen und Angeboten spicken könnte, somit sein Image verbessern kann und mittelfristig auch Umsatzsteigerungen möglich sind.



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