Nebenkosten beim Wohnungskauf

Sich endlich die eigenen vier Wände in Form einer Eigentumswohnung leisten zu können, ist der Traum vieler Familien und auch das Anlageziel allein stehender Personen. Jedoch sind in den Planungen für die Kosten einer solch wichtigen Anschaffung oft die sich noch ergebenen Nebenkosten beim Wohnungskauf (die bis zu 12 Prozent des jeweiligen Kaufpreises ausmachen können) außen vor und müssen extra berücksichtigt werden.

Sie müssen vorher berechnet werden und können in den seltensten Fällen in die Kalkulation der Kreditsumme der Bank mit einfließen. Das heißt, selbst bei einer Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital sollten die vorhandenen Ersparnisse zumindest die Nebenkosten beim Wohnungskauf abdecken können (dazu weiter unten noch mehr).

Welche Nebenkosten fallen beim Kauf einer Eigentumswohnung an?

Fest einzuplanen sind Kosten für:

  • Makler (wenn die Vermittlung über ein Maklerbüro läuft und nicht auf privater Ebene, bis zu 6 Prozent Maklergebühren)
  • Notarkosten beim Wohnungskauf (der Kauf erfordert immer die Beurkundung bei einem Notar, bis 1,5 Prozent)
  • Grundbucheintragung (der Eintrag ins Grundbuch belegt das Eigentum an der Immobilie, ca. 0,5 Prozent)
  • Grunderwerbsteuer, diese beträgt 3,5 – 5,0 Prozent (die Höhe der Grunderwerbsteuer kann je nach Region schwanken) vom Gesamtkaufpreis und geht ans Finanzamt)


Damit ergeben sich feste Nebenkosten, die zwischen 11 und 12 Prozent der Kaufsumme betragen können.

Für eine Wohnung, die ursprünglich 85.000 Euro kosten soll, müssen also noch etwa 10.200 Euro an Nebenkosten hinzugerechnet werden, so dass diese Wohnung dann insgesamt 95.200 Euro kosten würde.

Werden die Nebenkosten beim Wohnungskauf von der Bank getragen?

Leider sind die Nebenkosten für Makler, Grundbuch etc. üblicherweise nicht in der Finanzierung bei der Bank enthalten. Daher sollte man sich schon vor der näheren Auswahl eines Objekts und vor den engeren Verhandlungen über diese Kosten bewusst sein. Sie können einen nicht unerheblichen Betrag in der Planung bilden, der nicht zu unterschätzen ist, da er „aus der eigenen Tasche“ bezahlt werden muss.


Des weiteren könnten auch die auf lange Sicht hin entstehenden Kosten für die Instandhaltung und Reparaturen zu den Nebenkosten gezählt werden, diese sind aber im Vorhinein eher schwer zu kalkulieren und können kaum eingeplant werden.



Artikel bewerten: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 12 Bewertungen mit 4,50 von 5 Sternen.
Loading ... Loading ...
Was gelernt? Empfehlen Sie uns weiter:

Hier Anwalt zu Ihrem Problem befragen